Jugendschutz mit dem Vorschlaghammer Es ist ein politischer Reflex, der so alt ist wie das Internet selbst: Wenn der Jugendschutz hakt, fordern Politikerinnen (diesmal aus der SPD) prompt die digitale Ausweispflicht oder Netzsperren. Doch was als Schutz verkauft wird, ist ein frontaler Angriff auf die Anonymität im Netz und technisch ohnehin zum Scheitern verurteilt. Statt echte Medienkompetenz zu fördern, setzt man auf Überwachungsinfrastruktur, die mehr Probleme schafft als löst. Warum dieser „Lösungsweg“ ein gefährlicher Irrweg ist, schreibt Markus Reuter für netzpolitik.org. |