Kontrolle ist gut, Barrierefreiheit ist besser 7 Millionen Meta-KI-Brillen sind verkauft, einige an solche, die heimlich filmen wollen. Für blinde und sehbehinderte Menschen könnte die Brille den Alltag erleichtern: Umgebung beschreiben lassen, Texte vorlesen, zur Treppe navigieren und das alles ohne Smartphone in der Hand, während man noch Stock und Tasche trägt. Meta spendiert jetzt 15.000 Brillen an Sehbehinderte in Irland, ein kleiner Tropfen auf den kochend heißen Imagestein. Christiane Möller vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband bringt es auf den Punkt: "Meta hat kein Blinden-Hilfsmittel entwickelt." Das Dilemma ist real: Mehr Teilhabe erkauft man sich als User:in auch immer mit den eigenen Daten, und die "Spannerbrille"-Debatte könnte am Ende diejenigen stigmatisieren, die das Gerät als Hilfsmittel brauchen. Möllers Forderung: nicht die Technik verbieten, sondern den Missbrauch bekämpfen. Und endlich dafür sorgen, dass Barrierefreiheit bei allen Anbietern Standard wird, damit Betroffene echte Wahlfreiheit haben.
netzpolitik
|