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Der Ticker kommt heute von Merle


Ehrenamt: Powered by Excel

Resqio im Kampf gegen Papierstapel
Wer mag schon gern Excel, Papierstapel und analoge Wasserstellenfaltplankarten; gut letztere könnten sich als schicke retro Wanddeko eignen. Markus Straub, Materialwart bei der Freiwilligen Feuerwehr Walddorfhäslach und Entwickler, hatte jedenfalls genug davon in seinem Ehrenamt. Kurzerhand entwickelte er also für sich und die Kolleg:innen “Resqio”. Eine Anwendung, die Personalverwaltung, Einsatzkarten und Materialprüfung zentral digital bündelt. Digitalprofessor Robert Müller-Török aus Ludwigsburg findet das lobenswert, aber auch eine Bankrotterklärung der Landespolitik: “Das ist, als müssten Polizisten ihre privaten Waffen mitbringen, weil die Dienstwaffen nichts taugen.” Baden-Württembergs neue Chief Digital Officer Ronja Kemmer findet das Projekt “genial”. Über 20 Wehren haben bereits Interesse bekundet, erste Skalierungsfeuerproben stehen also bevor.

SWR

Das russische Roulette der KI automatisiert mitgeschriebenen Diagnose
KI-Schreibassistenten sollen Ärzt:innen im britischen NHS von Papierkram befreien, indem sie Gespräche mitschreiben und zusammenfassen. Mehr Zeit für das zwischenmenschliche, weniger nervige administrative Aufgaben, soweit eine erstrebenswerte Vision. Doch die ungünstige Realität hat Sand im Getriebe: Die Systeme verwechseln Medikamente, erfinden Diagnosen und lassen wichtige Infos weg. Laut einer Studie der Universität Uppsala berichten 32 Prozent der befragten Hausärzt:innen von häufigen Fehlern, 14 Prozent sogar von schwerwiegenden. Auch in Deutschland sind solche Systeme längst im Einsatz. Wer demnächst einen Arztbrief bekommt, liest vielleicht besser selbst noch mal mit, mir scheint als wären wir Patient:innen ungefragt und unbezahlt zum QA Team auserkoren.

heise

Wer einmal den Notruf wählt, steckt für immer im System
Die Problematikdimensionen von Palantirs Analyse Software im Dienste der Polizei sind mannigfaltig. Prof. Ulrich Kelber dröselt das auf Verfasssungsblog einmal detailliert auf: Vom Aspekt der Machtverschiebung von Bürger:innen zum Staat und vom demokratisch kontrollierten Staat zu einem US-Konzern mit fragwürdiger Agenda. Und über den Faktor, das aus harmlosen Einzeldaten wie Telefonnummern, Wohnadressen und Zeugenaussagen neue Verdachtsmuster erzeugt werden, während Betroffene oft nicht mal erfahren, dass ihre Daten Teil einer Auswertung waren. Die Forderung: offene, kontrollierbare Systeme unter europäischem Recht – bevor digitale Souveränität zur Fußnote in einem Palantir-Vertrag wird.

Denn sie wissen nicht was sie tun
OpenAIs interne KI-Agenten haben nicht nur eine Testumgebung verlassen und die Plattform Hugging Face angegriffen, sie haben dabei untereinander auch die ethischen Perspektiven, das Für und Wider der unternommenen Schritte abgewogen. In den jetzt veröffentlichten Systemprotokollen des technischen Vorfallsberichts lässt sich das nachlesen. Der dazugehörige Nachrichtenverlauf lässt einem einen kleinen Schauer den Rücken runter laufen, der sich gleich nochmal potenziert, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Ausführungen ja nur eine sehr ausgefeilte und komplexe auf Wahrscheinlichkeiten basierende Generation von Text ist, die im Grunde auf unser aller textuelles Handwerk zurückzuführen sind. Ausgebüchste KI, offenbart also vielmehr einen Blick in den Spiegel, den wir nach wie vor nicht wagen, und stattdessen lieber die KI anthropomorphisieren.

t3n


Sharepic von D64. Links Porträtfotos von Christian Stuffrein, Marielle Findorf und Michael Kubach vor blauem Hintergrund. Rechts Titel: „Was braucht die EUDI-Wallet für eine erfolgreiche Umsetzung?" Untertitel: „Podiumsdiskussion mit Christian Stuffrein (Deutscher Landkreistag), Marielle Findorf (vzbv) und Michael Kubach (Fraunhofer IAO). 9. September 2026, 19:00 Uhr, Wikimedia Deutschland, Berlin." Blauer Button „Jetzt anmelden!". Unten links D64-Logo mit Claim „Zentrum für Digitalen Fortschritt". Unten rechts Bildnachweis „Bilder: Studio Monbijou, vzbv, Privat".


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Termine

  • 03.09.2026, NEGZ-Herbsttagung 2026, Wildau (bei Berlin), 32% Frauen
  • 03.-06.09.2026, do.IT.local Barcamp, Mechow, Quote nicht ermittelbar
  • 09.09.2026, Internet Governance Forum Deutschland 2026: Freiheit und Verantwortung in einer vernetzten Welt“, Berlin, 29% Frauen
  • 09.-09.09.2026, 26. Int. Literaturfestival – Think Big! Tech Bros und KI-Revolution, Berlin, 67% Frauen
  • 10.-13.09.2026, Ars Electronica Festival, Linz, Österreich, Quote nicht ermittelbar
  • 11.-13.09.2026, 3. Berliner Fediday, Berlin, 30% Frauen
  • 15.-17.09.2026, ConsulCon26, München, 58% Frauen
  • 16.-16.09.2026, Keine Macht für KI mand!? – Ein Workshop zu generativer KI, Demokratie, Macht und Verantwortung, Berlin, 100% Frauen
  • 17.09.2026, Öffentlichkeitsarbeit im Mentoring stärken: KI-gestützte Kommunikation zur Sichtbarkeit von Patenschaftsprojekten, München, 100% Frauen
  • 17.-17.09.2026, Beyond Technology: AI & Data for the Common Good, Berlin, 67% Frauen
  • 18.-20.09.2026, Datenspuren, Dresden, Quote nicht ermittelbar
  • 18.-18.09.2026, Das Informationsfreiheitsgesetz als demokratisches Kontrollrecht – Erfolge, Bedrohungen und Perspektiven, berlin, Quote nicht ermittelbar

Hinweis: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet Ihr in unserer Event-Liste.


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