Aktuell zeigt sich im globalen Machtgefüge, wer viele Fäden kontrolliert – und wer versucht, sie wieder selbst in die Hand zu nehmen. Während die US-Regierung zunehmend Druck auf Hersteller ausübt, Daten herauszugeben und ihre Produkte und Sicherheits-Features nach ihren Wünschen anzupassen, werden EU-Akteure sorgsamer im Einsatz digitaler Tools aus den USA und setzen ihre Gesetze mit Klagen durch.
Team Trump erhöht den Druck: Das Pentagon droht dem KI-Entwickler Anthropic derzeit mit dem Abbruch der Zusammenarbeit, da integrierte Sicherheitsvorkehrungen die militärische Nutzung einschränken könnten. Parallel dazu drängt das US-Heimatschutzministerium soziale Netzwerke dazu, die Identität von Accounts offenzulegen, die sich kritisch gegen die Einwanderungsbehörde ICE äußern. reuters, seattletimes
Europa sucht seinen Weg: Die IT des EU-Parlaments hat KI-Funktionen auf Dienstgeräten aufgrund von Sicherheitsbedenken und unkontrolliertem Datenabfluss deaktiviert. Gleichzeitig geht die irische Datenschutzbehörde mit einem neuen Verfahren gegen X (vormals Twitter) vor, um die Erstellung sexualisierter Deepfakes durch die KI „Grok“ zu unterbinden. politico, heise
Das Playbook autoritärer Staaten: Sicherheit als Rechtfertigung für digitale Überwachung ist nicht neu. Wie das aussehen kann sehen wir gerade wieder in Iran und Russland. In Iran werden biometrische Daten der Ausweisbehörden mit SIM-Karten-Registern verknüpft, um eine lückenlose Überwachung der Bürger:innen zu ermöglichen. Und in Russland wurde gerade ein Gesetz verabschiedet, das dem Staat die Befugnis erteilt, den Mobilfunk bei Bedarf zentral und rechtssicher abzuschalten. biometricupdate, heise
Ein digitaler Lichtblick: Digitale Angebote wie ein „Pflege-Tinder“ und der „Pflege-Kompass“ sollen pflegende Angehörige lokal vernetzen und die Analyse von Pflegegutachten durch KI-Unterstützung vereinfachen um bürokratische Hürden zu reduzieren. Technologie wird hier nicht zur Kontrolle, sondern zur Entlastung in einem Bereich eingesetzt, der für Digitales vielleicht noch eher im Verborgenen bleibt. Wir können auch anders! heise |