Verbot ist keine Strategie: Suchtgefahr, Cybermobbing, Gewaltinhalte: Der Ruf nach einem Social-Media-Verbot für unter 14- oder 16-Jährige wird lauter – doch Expertinnen und Experten halten wenig davon. Studienlage und Rechtsrahmen (Stichwort Digital Services Act) geben eine klare Altersgrenze kaum her. Zudem ließen sich Verbote technisch leicht umgehen – per VPN oder KI-Altersfilter-Tricks.
Das Kernproblem liegt tiefer: Geschäftsmodelle setzen auf maximale Bildschirmzeit und Dopamin-Design. Ein pauschales Verbot greift hier zu kurz, verdrängt Medienbildung und nimmt jungen Menschen digitale Teilhabe – von politischer Information bis Community-Räumen für marginalisierte Gruppen.
Die Alternative? Ein Dreiklang aus konsequenter DSA-Durchsetzung, massiver Investition in Medienkompetenz und kinderfreundlichen Plattform-Designs ohne Endlos-Scrollen & Co. Fazit: Nicht Kindern verbieten, sondern Plattformen verbessern. Digitale Mündigkeit schlägt digitale Abschottung.
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