Der D64-Ticker liefert den netzpolitischen Überblick. Täglich.
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Alle reden von Bitcoin. Wir heute auch.

Die Cryptowährung Bitcoin ist recht jung, aber blickt schon auf eine sehr wechselhafte Geschichte zurück. Anfangs als Nerd-Spielerei abgetan entwickelte sich in den letzten Jahren ein Hype um die teilweise anonyme Währung. Da sich gerade durch einige Skandale geschürt eine ganze Menge in der Bitcoin-Szene bewegt, ein kleines Special zu diesem Thema. Der klassische Ticker ist weiter unten.

eBay beantragt Patent für Online-Marktplatz mit Bitcoins
In einem Patentantrag von 2011 für ein Transaktionsmanagementsystem für einen Online Marktplatz erwähnt eBay explizit Bitcoins. Damit sollte klar sein, dass die Währung längst den Drogenhandel überwunden hat.

Crêpe-Bäckerin erkennt vermeintlichen Bitcoin-Erfinder
Wie Anonym die Cryptowährung ist zeigt ein Vorfall aus Brooklyn. Eine Crêpeverkäuferin hat auf einem der Fotos von der medialen Hetzjagd auf den vermeintlichen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ihren ersten mit BTC zahlenden Kunden wiedererkannt. Ihr Ehemann hat das auf HN gepostet. In den Kommentaren wird dies sofort scharf kritisiert, da Systembedingt alle Transaktionen öffentlich einsehbar sind. Sollte jemand nun die Wallet-ID des Crêpe-Geschäfts kennen, könnte er zumindest auf die Wallet-ID, die der Kunde damals benutzt hat schließen und damit sämtliche Transaktionen dieser digitalen Geldbörse mit der Person verknüpfen.

Alte Bitcoins werden bewegt
Durch die öffentlichkeit des Systems lassen sich interessante Statistiken und Kennzahlen erstellen. Eine davon ist Bitcoin Days Destroyed - Für jede Bitcoin-Transaktion wird die Anzahl der Bitcoins der Transaktion mit der Anzahl der Tage die diese Bitcoins vorher in der Quell-Geldbörse gelegen haben multipliziert. Werden Bitcoins nach langer Zeit bewegt ist dieser Wert sehr hoch, während die hochspekulativen Daytrades kaum Einfluss auf den Wert haben. Jetzt schlägt dieser Wert ganz krass aus. Und natürlich wurde sofort eine verdächtige Transaktion identifiziert. Bei einer so engagierten Community wird es sicher nicht einfach sein, im großen Stil Bitcoins zu entwenden und anschließend zu verwerten.

Das Börsensterben geht weiter
Nach dem mehr oder weniger plötzlichen Ende von Mt. Gox geht das Börsensterben weiter. CoinPayments macht aus rechtlichen Gründen dicht und die kanadische Polizei ermittelt , nachdem die Börse Flexcoin ausgeraubt wurde . Währenddessen sickern immer mehr Details über die zwielichtige Vergangenheit des Gründes durch. Und die Experten von Casey Research haben festgestellt, dass Betrug nicht erst mit den Digitalwährungen erfunden wurde.

Text Mining entlastet Dorian Nakamoto
Mithilfe gesammelter Texte des von Newsweek als Bitcoin-Erfinder enttarnten Dorian Nakamoto will Forbes herausgefunden haben, dass Mr. Nakamoto wohl nicht mit dem Bitcoin Erfinder Satoshi Nakamoto übereinstimmt.


Seriöse Netzpolitik-News ab hier

Die SPD hat das Urheberrecht nicht verstanden: Im taz Hausblog erklärt Sebastian Heiser der SPD wie freie Lizenzen funktionieren und wie nicht. Damit seine Erklärung auch gelesen wird, hat er eine Kostennote von seinem Anwalt angefügt. Das Internet lacht sich kaputt.
blogs.taz.de

Mehr dazu:


Erste Big-Data-Professur in Deutschland: An der Bauhaus-Universität in Weimar gibt es nun eine Big-Data-Professur. Die Süddeutsche Zeitung schreibt es handele sich um den ersten Professor der in Deutschland im Bereich Big Data forscht und stellt damit Buzzwordfixierung und schlechte Recherchekünste zur Schau oder hat Mut zum Humor.
sueddeutsche.de

Fortschritt: Wachstumsmotor und Zerstörer Ist der effizienteste Weg auch gleichzeitig der Beste? Was macht Technologie mit der Welt?
netzwertig.com

CeBIT: Winterkorn warnt vor Datenkrake Auto Um Datenschutz zu gewährleisten sollen Autohersteller zusammenarbeiten. Neben dem VW-Chef nimmt auch die Kanzlerin das D-Wort in den Mund.
spiegel.de

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