Der D64-Ticker liefert den netzpolitischen Überblick. Täglich.
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Am Brückentag nix zu tun? Hier gibt's genug Lesestoff:

Google stellt Formular zur Datenlöschung ins Netz: EU-Bürger können jetzt die Löschung unliebsamer Daten aus Listen der Google-Suche beantragen. Ein Beratergremium soll dem Konzern bei der Umsetzung helfen.
zeit.de , ft.com (Interview Larry Page), support.google.com (Formular)

Das politische Gezerre um Edward Snowden: Für viele ist Edward Snowden der wichtigste Zeuge für den NSA-Untersuchungsausschuss. Doch ist immer noch völlig unklar, ob er aussagen wird. NSA-Untersuchungsausschussvorsitzender Sensburg verlangt von Snowden den Zugriff auf "Originaldokumente" (s.u.), Snowden wiederum verspricht neue Enthüllungen zur Ausspionierung Deutschlands.
zdf.de (Frontal 21-Bericht), derstandard.at (Snowden-Versprechen)

Generalbundesanwalt Range will nicht in NSA-Affäre ermitteln: Es stünden weder Zeugen noch belastende Dokumente zur Verfügung. Ein ehrliches, offizielles Ermittlungsverfahren wegen der NSA-Aktivitäten in Deutschland wäre ein starkes Symbol. Doch die Chance ist vertan. Ein Kommentar von Heribert Prantl. Die SPD hadert mit Generalbundesanwalt und will Range dafür in den Ausschüssen befragen. Dietmar Riemer findet Ranges Entscheidung "peinlich".
sueddeutsche.de (Prantl), tagesspiegel.de (SPD), tagesschau.de (Riemer)

Karlsruhe soll BND-Überwachung prüfen: Die Datensammelwut des Bundesnachrichtendienstes wird ein Fall für das Bundesverfassungsgericht: Der Berliner Anwalt Niko Härting kündigt eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe an, nachdem er am Bundesverwaltungsgericht mit einer Klage gegen die strategische Fernmeldeüberwachung gescheitert war.
fr-online.de , cr-online.de (Blog von Niko Härting)

Fingerabdrücke und mehr für die USA: Bei der Verbrechensbekämpfung wollen die USA und Deutschland enger zusammenarbeiten. Testweise sollen automatisiert Fingerabdrücke ausgetauscht werden. Angesichts der NSA-Affäre sehen Kritiker darin das falsche Signal.
tagesschau.de

Vor 40 Jahren war das Internet noch Science Fiction: Peter Tauber, Generalsekretär bei der CDU und Internet-Erklärbär der Kanzlerin, beschwert sich über das FAZ-Feuilleton. Die dort seit Monaten stattfindene Debatte wollte er mit einem eigenen Text beglücken, schien aber nicht erwünscht. Gut, dass es das Internet gibt: Seinen Beitrag kann man jetzt auf seinem Blog lesen.*
blog.petertauber.de

Patrick Sensburg

"Sollte Snowden nicht bald Beweise in Form von Originaldokumenten vorlegen, verliert er jedwede Glaubwürdigkeit für den Untersuchungsausschuss", erklärte Sensburg. Über das hinaus, was seit langem im Internet zu finden sei, "hat Snowden bis zum heutigen Tage nichts geliefert."

Patrick Sensburg, NSA-Untersuchungsausschussvorsitzender hebt die Diskussion wieder auf Ronald Pofalla-beendet-Dinge-Niveau .

Warum nicht Creative Commons? (2): Die Friedrich-Ebert-Stiftung: In der Serie "Warum nicht Creative Commons?" stellen wir an Plattformen und Diensteanbieter die Frage, warum sie eigentlich nicht die Nutzung von Creative Commons erlauben. Für Teil 2 haben wir bei der Friedrich-Ebert-Stiftung nachgefragt.
cc.d-64.org

Europa hat gewählt - Ein Ausblick auf die Folgen für die Netzpolitik: Europa hat gewählt. Doch was bedeutet das Ergebnis der Europawahl für das digitale Europa? Lässt sich aus dem Wahlergebnis bereits eine Tendenz für die zukünftigen Politiken in der Netzpolitik ablesen? Simon Rinas wagt einen Ausblick.
politik-digital.de

Neun Unternehmen, die mehr über dich wissen als Google oder Facebook: Nein, das ist keine Heftig.co-Beitrag, sondern Ergebnis des letzten FTC(Federal Trade Commission)-Reports. Eine kleine Kostprobe gefällig? In den Daten finden sich Angaben zu "Tax Return Transcripts", "Last Offline Order Date", "Mailability Score" oder Favorit: "Novelty Elvis".
qz.com

Das Internet der Dinge wird Versicherungen neu erfinden. Und das nicht zum Besten: Je mehr das Internet der Dinge über dich weiß, desto mehr werden sich Versicherungsfirmen an den Daten interessieren und dich zum geradlinigen Verhalten erziehen. "You know the way that advertising turned out to be the native business model for the internet? I think that insurance is going to be the native business model for the Internet of Things", sagt Tim O'Reilly.
theregister.co.uk

Warum #OER-Schulbücher eine schlechte Idee sind: Sagen nicht wir, sondern sagt Jan-Martin Klinge. Guter Unterricht entsteht aus seiner Erfahrung immer dann, wenn er sich aus vielen Büchern/Arbeitsheften das Beste (weil: Passende) zusammenstellt. Er brauch also keine neuen Schulbücher. Sondern vielmehr einen Supermarkt der Ideen.
halbtagsblog.de

Laptops sollen an sechs Hamburger Schulen Hefte ersetzen: Künftig sollen rund 1300 Schüler vor allem anhand digitaler Lernmaterialien unterrichtet werden. 21 Schulen hatten sich für das Pilotmodell beworben, die Finanzmittel reichen aber nur für sechs.
abendblatt.de

Udo Vetter

"Ist das wirklich euer Ernst, ihr feigen Schnarchnasen? Sind wir jetzt endgültig eine Bananenrepublik?" [Capslock entfernt. Die Redaktion]

Udo Vetter verliert die Contenance. Verständlich, angesichts der Entscheidung von Generalbundesanwalt Harald Range, die Ermittlungen im NSA-Skandal einzustellen.

#gotofail, #heartbleed und nun #maybecrypt: Der nächste GAU steht vor der Tür: Die Entwickler von TrueCrypt warnen davor, das Verschlüsselungsprogramm zu nutzen. Ältere Versionen wurden entfernt. TrueCrypt zu nutzen erscheint derzeit als nicht sicher.
krebsonsecurity.com , zeit.de

"Das Urheberrecht ist ein Nährboden für Überwachung": Cory Doctorow ist Science-Fiction-Autor, Public Speaker und Editor des Blog-Urgesteins boingboing.net. Mit der Electronic Frontier Foundation (EFF) setzt er sich seit Jahren für Bürgerrechte im digitalen Raum ein. T3N hat mit ihm über neue Publishing-Konzepte und die Gefahren der aktuellen Urheberrechtslage gesprochen.
t3n.de

Erdogan muss Youtube freigeben: Um seine Gegner im Netz zum Verstummen zu bringen, lässt der türkische Staatsschef Erdogan Twitter und Youtube sperren. Vom Kurznachrichtendienst muss er schnell wieder ablassen. Jetzt schränkt das Verfassungsgericht seine Kontrolle noch weiter ein.
n-tv.de

Wie Hewlett-Packard zum Meister der verpassten Chancen wurde: Hewlett-Packard hat in der Vergangenheit Chance um Chance verpasst und auf dem Weg in die Gegenwart sein Erfolgsrezept verloren: Der Geist von HP ist tot. Ein Kommentar von Jochen G. Fuchs.
t3n.de

Warum Deutschland in Sachen Innovation besser als sein Ruf ist: Amerika schaut neidisch über den großen Teich: In vielen Schlüsselbranchen ist Deutschland deutlich innovativer als die selbsternannten und vor allem finanzstarken Technologie-Vorreiter. Näheres ist im Blog des renommierten Harvard Business Review zu lesen.
blogs.hbr.org

Nicht nur Google baut Autos: Volvo wird im Jahr 2017 in Göteborg testweise autonome Fahrzeuge auf den Markt bringen. Anderes, aber nicht weniger interessantes Projekt wie das Google Auto. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen meint: "Das Auto wird neu definiert".
fastcompany.com (Volvo), derwesten.de (Google Car)

Wie informieren sich Wähler im Wahlkampf? Julia Partheymüller und Anne Schäfer, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Projekt "German Longitudinal Election Study (GLES)" am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) über das Informationsverhalten der Bürger im Bundestagswahlkampf 2013. Grundlage sind Ergebnisse einer repräsentativen Telefonbefragung.
hamburger-wahlbeobachter.de

*Ein Beitrag zur internationalen Netzverein-Verständigung. Damit haben wir was gut bei euch, liebe cnetz-Freunde!

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