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Love it or hate it!
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Der D64-Ticker aggregiert Neuigkeiten aus dem netzpolitischen Bereich, hat keinen universellen Korrektheitsanspruch und wird von ehrenamtlichen Verrückten geschrieben. Diese Woche kam der Ticker von
@lino
aus St. Pauli, der sich offen zu seiner Link-Radikalität bekennt. Es mag überraschen, dass wir keine heimliche Agenda haben, aber tatsächlich werden hier netzpolitische und digitalgesellschaftliche Entwicklungen dokumentiert. Dies ohne Humor zu tun ist wenig empfehlenswert, da langfristig sehr ungesund. Erfahrungsgemäß hat es noch nie etwas gebracht Dinge bewusst unter den Tisch zu kehren und zumindest ich habe nicht vor damit anzufangen. Sachliche Kritik ist dennoch gerne gesehen, Versuchte Einflussnahme eher weniger. Dafür hat die oft
großen Unterhaltungswert
und wer Schulz von Thun verstanden hat kann auch noch weitere Schlüsse daraus ziehen.
</rant>
Generalbundesanwalt entdeckt schon wieder neuen Geheimdienst:
Nachdem unser Generalbundesanwalt schon im letzten Jahr die Öffentlichkeit über
Überwachungen durch die NASA
informierte, enthüllte er nun den bisher unbekannten
Untergrundgeheimdienst SNA
. Was täten wir nur ohne so gut informierte Menschen auf Entscheiderpositionen?
Ein Jahr nach Snowden: Wann wollen wir endlich Konsequenzen ziehen?
D64-Mitglied Saskia Esken stellt die Frage was im letzten Jahr passiert ist und warum die Aktionen der Regierung noch lange nicht ausreichen.
blogs.spdfraktion.de
Tag der offenen Tür beim GCHQ:
Wer schon immer wissen wollte wie Überwachung konkret aussieht, sprich wo die Technik steht, sollte diesen Artikel lesen. Die Britische Regierung hat wohl Druck aufgebaut um zu verhindern, dass diese Informationen an die Öffentlichkeit kommen, aber die Jungs und Mädels von The Register nehmen die Unabhängigkeit des Journalismus ernst und machen es trotzdem.
theregister.co.uk
T-Mobile USA bald Sprint:
Sprint ist zwar nicht die Hausdisziplin bei der Deutschen Telekom
, dennoch scheint es zu passen. US-Mobilfunkanbieter Sprint schluckt die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile US und lässt dafür 32 Milliarden US$ springen.
nytimes.com
Sicherheitsrisiko URL-Shortener:
Wer noch nicht verstanden hat warum URL-Kürzdienste gefährlich sind, sollte sich diesen Dienst einmal anschauen.
shrturl.co
Friedenspreis für Captain Obvious:
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat den Friedenspreis an Jaron Lanier verliehen. Damit hat man sich für einen Autoren entschieden, der nicht unbedingt für seine scharfe Feder bekannt ist. Früher Science-Fiction, heute oberflächliche Technologiekritik. Für den Börsenverein aber dennoch ein Fortschritt, schließlich ist diese Organisation nicht für ihre Technikgläubigkeit bekannt. Gerüchten zufolge läuft dort bei Feuer jemand durch die Vereinsbüros und schreit "Internet", damit auch sicher alle Menschen vor die Tür rennen.
deutschlandfunk.de
Schulen verbieten Smartphones auch in den Pausen:
Wohl weil die Tatsache dass Verbote Dinge für Kinder und Jugendliche eher attraktiver machen in deutschen Lehrerzimmern noch nicht die Runde gemacht hat, verbieten immer mehr Schulen in NRW Smartphones auch in den Pausen. Sicher sind die Smartphones schuld wenn die Kids lieber am Handy daddeln als mit anderen zu spielen. Die Idee ist übrigens geklaut,
in Husum gibt es das schon lange und dort haben sich die Schüler*innen dagegen gewehrt.
derwesten.de
Digitale Selbstverteidigung:
Die Free Software Foundation hat einen Leitfaden zur E-Mail Verschlüsselung veröffentlicht. Sieht nicht nur schön aus, hilft auch gegen Bespitzelung durch andere Menschen, den Staat, die Geheimdienste und andere Instanzen die Privatsphäre für ein überholtes Konzept halten.
fsf.org
Das haben wir schon immer so gemacht:
Stasivergleiche gehen heute leicht über die Lippen, aber der skandalerprobte Verfassungsschutz in Thüringen legt es offenbar darauf an. Durch kleine Anfragen der Linksfraktion wurde bekannt dass die Verfassungsschützer über Maschinen zur heimlichen Brieföffnung verfügen und sie auch benutzen. Wofür ist natürlich Geheimsache. Die Aufdampfgeräte standen wohl noch aus MfS Zeiten im Keller, vielleicht ist der ein oder andere Mitarbeiter noch aus alten Tagen im Umgang damit geübt. Oder man braucht einen unbequemen Job für unbequeme Mitarbeiter.
heise.de
Für dumm verkauft:
Wer DRM-geschützten Content kauft muss damit rechnen, dass die Investition irgendwann zum Abschreibungsobjekt wird. Wikipedia hat eine Liste der Shops die ihre DRM Server abgeschaltet haben. Nicht jeder Anbieter sieht eine Entschädigung der Kunden vor. Deshalb merken: DRM ist schlecht für die Kunden.
wikipedia.org
Bullshit macht das Internet kaputt:
Was passiert ist nachdem Crap-Content die Sozialen Netzwerke überrannt hat ist nicht nur unglaublich schockierend und unerwartet, es hätte sich sogar niemand denken können. Mehr Infos nach dem Klick.
esquire.com
Beweise vernichtet:
Dass Behörden mitunter Dinge tun, die mit gesundem Menschenverstand unerklärlich sind ist
nichts neues
. Dass Beweisvernichtung auch dazu gehört
ebensowenig
. Jetzt wurde die NSA mit der Hand in der Keksdose erwischt.
techdirt.com
Wegsperren, und zwar für immer:
Die bösen Computerhacker sind so gefährlich dass nur hohe Strafandrohungen sie davon abschrecken können ihr gefährliches Hackerdasein weiter zu betreiben. Was wie Satire klingt scheint in UK zur Realität zu werden.
itnews.com.au
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Termine
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Recht auf Vergessen
, 10. Juni, Berlin
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Factory Berlin Opening
, 11. Juni, Berlin
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Internet Governance Forum Deutschland
, 11. Juni, Berlin
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EuroDIG 2014
, 12.-13. Juni, Berlin
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D64 Stammtisch
, 25. Juni, Berlin
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Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten
, 28./29. November, Göttingen
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