Der D64-Ticker liefert den netzpolitischen Überblick. Täglich.
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Für Unterhaltung ist gesorgt:

Absurditäten des Leistungsschutzrechts: Das Leistungsschutzrecht ist ein bürokratisches Monstrum. Und doch oder gerade deswegen bringt es die Gemüter in der Branche in Wallung. Auf Twitter kabbelten sich FAZ-Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron und Christoph Keese, Chef-Lobbyist von Axel Springer zum Thema LSR. Hintergrund ist, dass u.a. Springer Google auf Basis des LSR verklagen will, sich selbst gleichzeitig aber an der Suchmaschine Qwant beteiligt.
meedia.de

Innenminister für Schlichtungsinstanz: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere will es nicht allein Google, Yahoo & Co überlassen, welche persönlichen Daten im Internet auf Antrag von Bürgern gelöscht werden. Allerdings dürfe ein solcher Abwägungsprozess auch nicht vollständig durch eine Behörde reguliert werden. De Maiziere spricht sich daher für eine unabhängige Streitschlichtung aus.
reuters.com

In der gleichen Rede bremst er Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: 95 Prozent der Bürger würden vertrauliche E-Mails und geheime Dokumente nicht verschlüsselten. "Hier muss sich etwas ändern! Aber das können und wollen wir nicht staatlich verordnen". Die Telekom setzt daher auf einfachere Lösungen statt PGP.
golem.de

VDS etwa vom Tisch? Im Vorfeld der anstehenden Beratungen der Justizministerkonferenz (JMK) sind dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung interne Informationen zugespielt worden. Danach sei laut EU-Juristen "eine allgemeine, voraussetzungslose Speicherung von Daten künftig nicht mehr möglich". Die Konferenz der Justizminister von Bund und Ländern berät Mitte der Woche über einen Antrag Sachsens, wonach die Politik vom verdachtsunabhängigen Protokollieren von Nutzerspuren dauerhaft absehen soll.
vorratsdatenspeicherung.de (Leak), heise.de (Sachsen)

Folgenlose Datenschutz-Ängste: Die Vorteile des Internets lassen die Sorgen über den Datenschutz oft in den Hintergrund treten. Obwohl die Risiken längst bekannt sind, möchten viele Menschen auf bestimmte Nutzungsoptionen nicht verzichten.
faz.net

Gabor Steingart
"Viele Medienhäuser klagen heute über die Datenkrake Google, allerdings nicht in emanzipatorischer Absicht, sondern mit dem Vorsatz, selbst in den Besitz der Kundendaten zu gelangen. Dabei bleibt die Ausbeutung der Datenminen auch dann eine Ausbeutung, wenn Döpfner und andere die Schaufel führen."

Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart in schonungsloser Selbstkritik

Uber gewinnt, WunderCar verliert: Nach Protesten der Taxilobby und einem Verbot durch die Hamburger Behörden verändert der umstrittene Beförderungsdienst WunderCar sein Konzept: Künftig geht es um die spontane, per Smartphone vermittelte Mitnahme von Personen auf Strecken, die Autobesitzer ohnehin fahren. Genau das also, was andere schon anbieten.
netzwertig.com

Tech-Firmen oder Energieversorger: Wer gewinnt das Smart Home? Seitdem Google den Thermostathersteller Nest und den Überwachungsspezialisten Dropcam gekauft hat, heizt sich der Wettbewerb um das "Smart Home" auf. Eine Präsentation von Holger Schmidt.
netzoekonom.de

EU-Kommission umreißt Kurs zur Urheberrechtsreform: Ein Entwurfspapier der EU-Kommission mit Ideen für die künftige Copyright-Politik ist im Internet aufgetaucht. Provider und Suchmaschinen sollen ermuntert werden, sich stärker in den Kampf gegen Rechtsverletzer einzubringen.
heise.de

Überwachung der Überwacher: Die Themen Datenschutz und Menschenrechte bleiben bei der Uno auf der Tagesordnung. Dafür sorgt eine Kerngruppe von Staaten, zu der auch die Schweiz zählt. Zusammen mit Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Brasilien, Mexiko und Norwegen reichte die Schweiz im zurzeit in Genf tagenden Uno-Menschenrechtsrat eine Erklärung zum Recht auf Privatsphäre ein.
nzz.ch

Umfrage zur Überwachung und Snowden: 80 Prozent der Befragten einer Umfrage von Emnid im Auftrag von Campact fühlten sich "eher" oder "überhaupt nicht" ausreichend vor Überwachung geschützt. Lediglich 17 Prozent gaben an, dass sie den Schutz "sehr" oder "eher ausreichend" finden. 55 Prozent wollen außerdem Edward Snowden Asyl gewähren.
sueddeutsche.de

Eine Bestandsaufnahme zum Thema Digitale Schule: Bildungspolitiker sprechen hartnäckig von "neuen Medien" – für Schüler sind Tablets und Notebooks längst selbstverständliche Alltagsgegenstände. Auch wenn es den Schulen häufig noch an Infrastruktur fehlt, erproben engagierte Lehrer vielerorts bereits neue Unterrichtsformen.
heise.de

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