Lügen wie gedruckt
Leistungsschutzrecht:
Zwölf deutsche Verlage und die Verwertungsgesellschaft (VG) Media hatten am Dienstag Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Google vor dem Hintergrund des Leistungsschutzrechts eingelegt. Marcel Weiss sieht das als nächsten Schritt auf dem Weg zur kostenpflichtigen Durchleitungspflicht. (Von wegen die Verlage könnten sich keine neuen Geschäftsmodelle ausdenken!) Unterstützt werden die Verlage von der Unionsfraktion und Bundesjustizminister Heiko Maas. Eine kartellrechtliche Analyse hingegen kommt zum Schluss, dass Google nicht zahlen müsste.
neunetz.com
(Weiss),
cducsu.de
,
golem.de
(Maas),
papers.ssrn.com
(Analyse)
Zur Erinnerung:
Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist purer Unsinn.
d-64.org
Hände hoch - war irgendwer überrascht? BND leitete Telefondaten an NSA weiter:
Als "politisch viel zu heikel" wurde diese Zusammenarbeit von NSA und BND 2007 eingestellt. Zuvor aber hatte der Bundesnachrichtendienst jahrelang einen Datenknoten in Frankfurt angezapft und Rohdaten an die Amerikaner weitergeleitet. Ursprünglich soll die NSA noch mehr gefordert haben.
sueddeutsche.de
Merkel kündigt digitale Agenda für August an:
Die Bundesregierung will ihre seit langem angekündigte digitale Agenda nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel voraussichtlich im August im Kabinett beraten.
reuters.com
Repliken auf Steingarts FAZ-Beitrag:
Mario Sixtus hat bereits gestern morgen erklärt, warum er den Text bemerkenswert fand: Steingart erzählt "groben Unfug". Thomas Stadler macht da weiter, wo er gestern aufgehört hat und erklärt Steingarts Text als "verlagslobbyistisches Pamphlet, das die FAZ in irreführender Art und Weise als Feuilletonbeitrag gekennzeichnet hat".
sixtus.net
,
internet-law.de
In welche Zukunft fahren wir - fragt das "Bildungsbürgertum in Angst":
Niklas Maak findet, das Google Car sieht aus wie ein depressiver Koalabär, ist eigentlich kein Auto (kein Lenkrad) und nimmt uns das Denken ab. Und überhaupt: Wer sich kein Auto leisten kann, soll halt Taxi fahren. In einer sehr lesenswerten Replik führt Yasmina Banaszczuk diesen Text als Paradebeispiel für die Angst von priviligierten Schichten gegen das Auflösen von (Informations-)Hierarchien an. Die Google-Debatte sei symptomatisch dafür.
faz.net
(Maak),
frau-dingens.de
(Banaszczuk)
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