Der D64-Ticker liefert den netzpolitischen Überblick. Täglich.
*|TWITTER:TWEET|* *|GOOGLE:PLUSONE|* *|FACEBOOK:LIKE|*
Email wird nicht richtig angezeigt?
Im Browser ansehen.

Thursday, never looking back.

US-Bitcoin-Auktion beendet: Alle Bitcoins sind an einen einzigen Bieter gegangen. Pikant: Weil die durchführende Behörde dumm genug war die Interessentenliste ins cc: Feld einer Mail zu schreiben und damit zu veröffentlichen (im Gegensatz zu bcc:, bei dem die Empfängerliste geheim bleibt) wurde ein Interessent Opfer eine Phishing-Attacke. heise.de

Klischees bedient: Kann sich niemand ausdenken: Tinder ist eine App mit dem Zweck Menschen aufgrund ihres Aufenthaltsorts und des Aussehens zu verkuppeln. Da sollte man meinen dass das Unternehmen dahinter sich bemüht jeglichen Verdacht des Sexismus und der Objektifizierung von Geschlechtern zu vermeiden. Pustekuchen. Jetzt wird das Unternehmen von einer Mitgründerin verklagt, die Diskriminierung und sexuelle Belästigung ausgesetzt war. Ein Gruseliger Einblick. businessweek.com

Störerhaftung ade*: Eine der unsinnigsten Regelungen im netzpolitisch relevanten Gesetzesraum ist die Störerhaftung. Sie verhindert zuverlässig die Versorgung mit öffentlichen Internetzugängen, da die Anbieter - anders als die Netzbetreiber - für eventuelle Vergehen der User*innen geradezustehen haben. Nun hat Gabriel gesprochen und will die Regelung zumindest für Hotels und Gaststätten lockern. Das geht lange nicht weit genug und stinkt zudem nach Klientelpolitik. Wie weit man damit kommt kann man bei der FDP Bundestagsfraktion in Erfahrung bringen. Sofern dort noch jemand ans Telefon geht. sueddeutsche.de

Wer als Privatperson oder auch Unternehmen schon heute einen freien WLAN Hotspot anbieten möchte, sollte sich über Freifunk informieren. Dort kann der Datenverkehr ins Ausland getunnelt werden um dem deutschen Rechtsraum zu entfliehen.

Amazon wird wohl nicht Arbeitgeber des Jahres : Dass wir unsere Bequemlichkeit auf dem Rücken der amazon Mitarbeiter*innen ausleben ist nichts neues. Dennoch wird dieser Artikel sowohl für Marketing wie auch für HR ein Schlag in die Magengrube sein. Die Arbeit bei amazon sei wie im Knast. Die Mitarbeiter werden penibel überwacht und quantifiziert. In Deutschland wäre dies juristisch hochproblematisch, was jedoch nicht heisst dass es hier nicht genauso sein könnte. recode.net

* Nur für Hotels und Gaststätten

Edward Snowden

Herzlichen Glückwunsch, Edward Snowden!

Die FU Berlin hat den Whistleblower trotz interner Streitigkeiten zum Ehrenmitglied der Universität ernannt.
Mehr dazu auf der FU Webseite
Gute Nachrichten für Menschen mit paranoiden Freunden: Das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Aluhut-Fraktion? Ein Android-Smartphone mit besonderem Fokus auf Privatsphäre kommt auf den Markt. Da Verschlüsselung nie dauerhafte Sicherheit bietet sondern bestenfalls eine gewisse Zeit Geheimnisse vor Dritten schützt bedeutet das noch lange nicht, dass der Überwachungsstaat uns nun egal sein kann. arstechnica.com

Wieder einer weniger: Nach Edathy ist nun ein weiteres Mitglied des parlamentarischen Kontrollgremiums zurückgetreten. Der SPD Innenpolitiker Michael Hartmann hat seine Immunität verloren, da er wohl im Fokus einer Betäubungsmittelrechtlichen Ermittlung steht. Hier ein Muster zu sehen und zu glauben irgendjemand würde Politiker*innen, die ihren Job machen wollen indem sie Geheimdienste zu genau auf die Finger schauen ausschalten kann ja nur ein verrückter Spinner und/oder Verschwörungstheoretiker sein. sueddeutsche.de

CSI Wanne-Eickel: Nordrhein Westfalen will mit Predictive Policing erstmals Verbrechen erkennen bevor sie geschehen. Natürlich mit Big Data. Hoffen wir dass nicht zuviele Millionen versenkt werden für Erkenntnisse wie "Morgen ist Karneval, in Köln werden viele Menschen auf die Straße pinkeln" oder "In Borghorst fährt ein Bauer stockbesoffen Traktor" Mehr Buzzwords und ein offenes Bekenntnis zum Generalverdacht für Ausländer ohne Euphemismen wie "Kriminalistische Erfahrung" gibts bei heise.de

Zensur durch die Hintertür: Was das Recht auf Löschung aus dem Google-Index für Journalisten bedeutet hat sich sicher niemand überlegt. Kurzum: Es wird einfacher, unbequeme Presse verschwinden zu lassen. theguardian.com

Termine

@d64eV
d-64.org
Die Werke bzw. Inhalte von D64 stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 3.0

Alle hier genannten Quellen wurden sorgfältig recherchiert und ausgewählt. Fehler können trotzdem vorkommen, diese bitten wir zu entschuldigen!