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Heute kommt der Ticker ausnahmsweise von
@lino
Dieser Ticker ist lang, dafür früh.
Kein Grund zur Panik, ihr kommt nicht zu spät zur Arbeit! Der Ticker ist nur heute länger, dafür kommt er halt früher.
Auch Spione trinken Latte
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Mitten in der Schaltzentrale der CIA gibt es eine Starbucks Filiale. Eigentlich nichts besonderes, wären da nicht die besonderen Anforderungen des Geheimdienstes an Mitarbeiter*innen und Prozesse. So dürfen die Baristas nicht nach den Namen der Kunden fragen - Spione sind halt paranoid. Aber das Kaffeegeschäft ist wichtig für die CIA, es soll das tägliche Arbeiten im Spionagezentrum humanisieren.
washingtonpost.com
Wo endet das australische Internet?
In Australien ist ein Paket von Anti-Terror-Gesetzen auf dem Weg durch die Parlamentskammern, die die Befugnisse der ASIO (Australian Security Intelligence Organization) deutlich erweitern. Inhaltlich scheint das Gesetz aus einer anderen Epoche zu stammen. Wer Informationen über Geheimdienstoperationen veröffentlicht wird sich in Zukunft mit bis zu Zehn Jahren Haft konfrontiert sehen. Dazu gehören auch Journalist*innen oder Whistleblower. Besonders Krass ist die Folge einer schlampigen Gesetzesformulierung. Aufgrund einer schlechten Definition des Geltungsbereichs könnte der Geheimdienst mit einem einzigen Beschluss sämtliche Computer im Internet überwachen, Daten darauf kopieren, löschen oder verändern.
smh.com.au
Schnellere Steuerbescheide:
Die Zeit zwischen Steuererklärung und Steuerbescheid ist bestimmt ein guter Zufallszahlengenerator, aber einigen gefällt das nicht. Das Bundesfinanzministerium will deshalb in Zukunft Steuererklärungen automatisch prüfen. Auffälligkeiten sollen weiterhin manuell geprüft werden, außerdem wird es weiterhin stichprobenartige Nachprüfungen geben.
heise.de
Oettinger redet zuviel
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Der designierte EU-Digitalkommissar Oettinger will hart gegen den quasi-Monopolisten Google vorgehen. Dabei hat er in Sachen Wettbewerb eigentlich nichts zu sagen. Egal was er vorhat: Er sollte seine Pläne überdenken. Die geplanten Freihandelsabkommen könnten seine Vorhaben sehr teuer machen. Und 90% Marktanteil sind in anderen Bereichen noch lange kein Grund für derart scharfe Angriffe.
spiegel.de
Justizminister Heiko Maas sieht sich übrigens Misverstanden, er wolle nicht die Offenlegung der Google-Algorithmen sondern lediglich mehr Transparenz. Google behauptet, dies sei schon erfüllt.
heise.de
Im Pyjama auf dem Börsenparkett
: Die japanische Sprache hat viele Wörter für Dinge, die wir gar nicht kennen. Zum Beispiel hikikomori - ひきこもり - was soviel bedeutet wie ein zurückgezogener Mensch, der Gesellschaft meidet. Dem Klischee zufolge beschäftigen sich diese Menschen mit Computerspielen. Manche aber betätigen sich als Daytrader und einer hat über viele Jahre besonders viel Einfluss und Geld gesammelt. So viel, dass selbst etablierte Fondsmanager jammern.
businessweek.com
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Oettinger redet immer noch zuviel
Im EU Parlament begannen gestern die Hearings, eine Art Kreuzverhör für die potenziellen EU-Kommissar*innen. Unser allerliebster Günther Oettinger musste auch Rede und Antwort stehen. So bietet sich schon ein Vorgeschmack was uns erwartet. Besonders erwähnenswert seine Meinung zum iCloud Nacktfotoskandal:
"
Wenn man so blöd ist und als Promi ein Nacktfoto von sich ins Netz stellt, den können wir auch nicht schützen."
Auch sonst scheint seine Agenda wider jeglicher Vernunft: Er ist gegen Netzneutralität, gegen moderne Urheberrechtskonzepte, und für Netzsperren. Wo bleibt der Mensch mit der versteckten Kamera? Wirklich der ideale Mann für die Position. Wir sollten von ihm genau gar nichts erwarten. Hoffentlich stolpert er sehr bald über seine eigene Zunge. Selten fordere ich den Rücktritt vor Amtsantritt, aber Oettinger schafft sogar das.
Vernichtende Bilanz von Julia Reda
Bericht über die Hearings bei netzpolitik.org
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onneborn (PARTEI) stellt gute Fragen
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Hongkong, wir haben ein Problem
Die ehemalige Britische Kolonie Hongkong wurde 1997 von UK an die Volksrepublik zurückgegeben. Der Stadtstaat wurde zur Sonderwirtschaftszone und erhielt weitestgehend innere Autonomie. Die Bevölkerung war dennoch unzufrieden, schließlich war Hongkong seit 1843 von China unabhängig und diente vielen Flüchtlingen aus Kontinentalchina als neue Heimat. Insbesondere während des Bürgerkriegs und der Kulturrevolution kamen viele Menschen nach Hongkong. Diese Umstände sorgen einerseits für das internationale und freiheitliche Flair der Stadt, andererseits dafür, dass die Bürger*innen ihre Freiheiten sehr zu schätzen wissen. Jetzt versucht China, den Bürgern das passive Wahlrecht zu nehmen. Ein PRC-freundlicher Rat soll bestimmen, wer zur Wahl zugelassen wird und wer nicht. Für die Bevölkerung ein Schlag ins Gesicht. Zehntausende Menschen protestieren, die Polizeigewalt ist zwischenzeitlich eskaliert. Beijing ist nicht für Kompromissbereitschaft bekannt, wir dürfen nicht wegschauen.
bbc.com
Die Regierung hat mittlerweile auch ein bisschen
zurückgerudert
, aber das muss bekanntlich nichts heißen. Die Demonstranten (die übrigens Hongkongtypisch sehr friedlich und zurückhaltend sind) bereiten sich auf eine weitere Protestnacht vor.
thestandard.com.hk
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Bahn macht WLAN in der 1. Klasse kostenfrei:
Die DBAG macht das WLAN in der 1. Wagenklasse der ICE Flotte kostenfrei und versucht die Maßnahme als Marketing zu verkaufen. Problem: Das WLAN im ICE ist so ein schlechtes Produkt, dass sowieso niemand dafür Geld bezahlen würde. Entweder es funktioniert nicht, ist nicht vorhanden oder ist gruselig langsam.
netzoekonom.de
iOS doch nicht Retter der Privatsphäre:
Das von Apple als Schutz der Privatsphäre beworbene MAC-Spoofing ist wohl nicht besonders wirksam. Bei der Suche nach WLANs benutzt das iPhone 6 zufällig generierte Hardwareadressen. Eigentlich sind die MAC-Adressen eindeutig, was das Tracking von Geräten vereinfacht. Apple versucht dies zu verhindern. Für die zufälligen Adressen werden wohl andere Prefixe benutzt als für die echten, sodass sich die "echte" Adresse eines iPhones immer noch ermitteln lässt.
theverge.com
Kein guter Moment für Apple
: Ein iPhone Feature, welches die häufig besuchten Orte speichert wird dafür kritisiert Missbrauchspotenzial zu bieten. Allerdings sind Regierungen nicht darauf angewiesen, die iPhone Location History auszulesen. In der Regel können die nämlich einfach das Telefon kontinuierlich orten.
techodrom.com
UPS nun mit 3D-Druck
: Der Logistiker UPS bietet nun in fast 100 US-Amerikanischen Geschäften 3D-Druckservices an. In der Branche verursachen moderne, dezentrale Fertigungstechniken schlaflose Nächte. UPS versucht so zukunftsfähig zu bleiben. Möglicherweise kann bald ein bestelltes Produkt in einer Minifabrik in der Nähe des Empfängers nach Bedarf produziert werden um Wege einzusparen.
engadget.com
Systematische kompetenzüberschreitung am Flughafen
: An Deutschen Flughäfen sitzen US-Grenzschützer, die ihr Vaterland vor bösen Menschen beschützen sollen. Jetzt haben sich deutsche Fluglinien beschwert: Die Heimatschützer würden systematisch ihre Kompetenzen überschreiten, mitunter personenbezogene Daten von Passagieren, die gar nicht in die USA fliegen anfordern. Die US-Beamten üben offiziell keinerlei hoheitliche Aufgabe aus, sondern sind lediglich beratend tätig. Es werden lediglich "Empfehlungen" an die Fluglinien ausgesprochen. Da bei verweigerter Einreise die Fluglinien die Rückreise finanzieren müssen, werden die "Empfehlungen" durchaus verbindlichen Charakter haben.
spiegel.de
NRW SPD gegen VDS
: Beim Landesparteitag in Köln hat die NRW SPD für einen Antrag der Jusos gestimmt, der die anlasslose Vorratsdatenspeicherung ablehnt. Ein weiterer Schritt gegen die Ausweitung von Überwachungsmaßnahmen.
Antragstext (PDF)
Theoretische Informatik in der Schule
: Was haben Theoretische Informatik und die Schule miteinander zu tun? Eine ganze Menge. Die Forschung im Bereich Maschinelles Lernen erlaubt uns auch die Lernprozesse in der Schule zu verbessern.
nautil.us
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Termine
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Data Days 2014
, 01.-02. Oktober, Berlin,
38% Frauen, 62% Männer
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CCC Köln:
Freifunk Space Mission
, 5. Oktober, Köln
, keine Speaker*innenquote ermittelbar
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Medien- und Kommunikationsnetze der Zukunft: Netzneutralität - Breitbandausbau - Rundfunkfrequenzen
, 6. Oktober, Berlin,
22% Frauen, 78% Männer
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Leben in der Medienwelt - 15. Forum Medienkompetenz
, 7. Oktober, Kaiserslautern,
39% Frauen, 61% Männer
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code.talks
, 9. Oktober, Hamburg
,
11% Frauen, 89% Männer
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Zündfunk Netzkongress
, 10.-11. Oktober, München,
26% Frauen, 74% Männer
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CodeWeek
, 11.-17. Oktober, europaweit,
keine Speaker*innenquote ermittelbar
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Konferenz "Das ist Netzpolitik!"
, 17. Oktober, Berlin,
24% Frauen, 76% Männer
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Young IT-Day
, 20. Oktober, Hamburg
,
31% Frauen, 69% Männer
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Internetwoche Köln
, 20. - 24. Oktober, Köln
, keine Speaker*innenquote ermittelbar
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Nationaler IT-Gipfel
, 21.Oktober, Hamburg
,
33% Frauen, 67% Männer
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"Klicktivismus oder Online-Revolution"
, 20. November, Neudietendorf,
56% Frauen, 44% Männer
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Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten
, 28.-29. November, Göttingen,
50% Frauen, 50% Männer
Hinweis:
Wir haben die Quoten von Speakerinnen und Speakern der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstalter*innen veröffentlichten Programme oder Speaker*innen-Listen.
Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet
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