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Heute kommt der Ticker von @mirkohohmann

"This moment calls for public discussion"

Apple und das FBI: In den USA tobt der "Crypto War 2.0" schon seit einiger Zeit, gestern ging es in die nächste Runde. Das FBI verlangt von Apple Zugriff zu den Daten, die auf dem iPhone von einem der San Bernadino Attentäter liegen. Dafür wollen die Ermittler zwar genau genommen keine Hintertür, aber Apple soll eine Funktion ausschalten, die es verhindert, den PIN durch "brute force," also maschinelles Ausprobieren,  zu ermitteln. Apple verweigert sich einem entsprechenden Berichtsbeschluss mit dem Hinweis auf die Privatrechte seiner Nutzer.
Hintergründe bei der SZ , der Washington Post , und auf wired.com

Apple und das FBI (II): Ein spannender Aspekt des vorliegenden Falls ist, dass es sich bei dem entsprechenden iPhone um eine ältere Version handelt – und Apple daher technisch in der Lage zu sein scheint, den Forderungen des FBI nachzukommen. Bei neueren Versionen hat sich Apple selbst diese Möglichkeit genommen.
Technische Details (verständlich erklärt) auf dem Trail of Bits Blog und bei vox.com

Apple und das FBI (III): Natürlich gibt es auch die ersten Kommentare. So schreibt Nico Lumma auf Bild.de zum Beispiel, dass wir uns darauf verlassen müssen, "dass unsere verschlüsselten Daten auch verschlüsselt bleiben!" Andere sprechen von " Apple's Rotten Move " – das Unternehmen denke nicht an Kunden oder Menschenrechte, sondern vor allem an die eigenen Gewinne – und stehe in der Verpflichtung, den Strafverfolgungsbehörden zu helfen. Lesenswert ist Apples eigener Brief an die Kunden . Dort versucht Tim Cook nicht nur seine Entscheidung zu rechtfertigen, sondern fügt hinzu: "This moment calls for public discussion." Dem kann man nur zustimmen.

Solltet ihr die Dinge selbst in die Hand nehmen wollen, schaut euch doch die Projekte Security in-a-Box , Surveillance Self-Defense oder Obscure Me - A Toolbox For Online Privacy an – überall gibt es eine Menge Infos zu Verschlüsselung und anderen Wege, eure Daten zu schützen.

Neuer BSI-Chef wird Arne Schönbohm (alias "Cyberclown" wenn man netzpolitik.org glauben mag, die ihm auch "Cyber-Bullshitting" vorwerfen). Der ehemalige Lobbyist leitet ab dem 18. Februar die 600 Mitarbeiter des BSI, obwohl selbst das Innenministerium zwischenzeitlich von ihm Abstand genommen hatte.
Zeit online

Facebook und Rassismus: Die Politik des Unternehmens zur Löschung von rassistischen Kommentaren ist höchst umstritten. Nun wirft der Fall eines Nutzers, der sich gegen Hass-Beiträge engagiert hat, also diese kommentiert und erwidert hat, neues Licht auf die Debatte – denn der Account des Nutzer wurde ohne Begründung gesperrt.
SZ

Ransomware: Die Ransomware Locky lauerte vermutlich bereits eine Weile auf den infizierten Systemen, ehe es am vergangenen Montag gleichzeitig bei mehreren Opfern mit der Verschlüsselung persönlicher Dateien begonnen hat. Das BSI rät, nicht zu zahlen und die Vorfälle zu melden.
Heise online

Dateneigentum: Wem gehören die "Maschinendaten"? Kaum ein anderes Thema wird derzeit so engagiert diskutiert wie das "Dateneigentum". Zeit für einige Thesen.
CR-online
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Termine

Hinweis : Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet ihr in diesem Spreadsheet .
@d64eV
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