Der D64-Ticker liefert den netzpolitischen Überblick. Täglich.
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Der Ticker kommt heute von @Pausanias .

Quo vadis, Diskurs?

Wege in den Überwachungsstaat I: "Die überwachen uns alle!" - "Ach was, Paranoia." BÄMM, es kamen die Snowden-Enthüllungen. "Aber die USA sind ein Rechtsstaat, da geht alles mit rechten Dingen..." BÄMM, Trump gewählt! Unsere schlimmsten Befürchtungen werden wahr, aber langsam genug. Es fühlt sich immer noch ok an, der Frühling kommt und noch immer blühen Blumen.
nytimes.com

Wege in den Überwachungsstaat II: Und noch ein kleines Stückchen weiter. Die Kirschblüte steht unmittelbar bevor und die CSU möchte bei WhatsApp mitlesen. Ganz offen gefordert, kaum wahrgenommen. Normal soweit, diese Forderung.
heise.de

Datenschützer*innen: Auf der anderen Seite fordern Datenschützer*innen, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu stärken und das Prinzip der Datensparsamkeit... Schau! Ein Krokus! Die Flasche Bier ist immer noch preiswert genug. Datensouveränität, das google ich später vielleicht nochmal, wenn ich mit dem Rosenschneiden fertig bin.
heise.de

The Internet strikes back: FBI-Chef James Comey sagt, er lege "großen Wert" auf seine "Privatsphäre und Sicherheit im Internet". Seine Instagram- und Twitter-Accounts betreibt er anonym. Aber das Internet vergisst ja bekanntlich nichts, und wo nichts vergessen wird, wird alles herausgefunden. James Comey ist Reinhold Niebuhr.
zeit.de

Relevanz

Haben sich die "klassischen" netzpolitischen Themen überlebt? Inhaltlich mit Sicherheit nicht, denn eine Vorratsdatenspeicherung in Händen einer totalitären Regierung ist brisanter denn je, insbesondere wenn sie durch demokratisch gewählte Regierungen eingeführt wurde und danach nicht wieder zu entfernen ist. Dennoch erscheinen viele Themen abgenudelt, wer möchte schon den 100.000sten Rant darüber lesen, dass die Snowden-Enthüllungen am Ende nichts wirklich bewirkt haben? Und überhaupt: Angesichts von großpolitischen Katastrophen wie Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und dem erstarkenden europäischen Nationalismus treten "Routerzwang" und "Breitbandausbau" irgendwie in den Hintergrund.

Was also sind die Spannungsfelder, die der Netzpolitik Relevanz verschaffen? Denn eigentlich wird das ganze ja jetzt erst wirklich wichtig, wo offen missbrauchswillige Autokraten immer mehr Ruder in die Hand bekommen. Findet neue Linien und zeichnet sie mit Verve!
Digital Literacy: "Programmiere oder werde programmiert", sagte einst der Autor Douglas Rushkoff in seinen Zehn Geboten des Digitalen Zeitalters. "Jaja, ach Quatsch", dachte sich ZEITONLINE-Autor Manuel J. Hartung - und belehrte sich selbst eines besseren.
zeit.de

Zukunft der Arbeit I: Die Arbeit hat gar keine Zukunft, sagt Marc Frey, und stellt sich daher die Frage, wie eine Zukunft ganz ohne Arbeit aussehen könnte. Zentraler Aspekt: Wie gehen Menschen damit um, wenn sich Sinngebung und Sinnfindung fundamental ändern?
medium.com

Zukunft der Arbeit II: Müssen Menschen zur Arbeit angetrieben oder haben sie eine intrinsische Motivation, einen Wertbeitrag zu leisten? Was treibt Menschen dazu, um 15:30 Feierabend zu machen und danach bei der Freiwilligen Feuerwehr Führungsaufgaben zu übernehmen? Und was bedeutet das für Unternehmenskulturen?
medium.com

Termine


Hinweis : Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet ihr in diesem Spreadsheet .
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