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Schweizer Käse statt Schutzschild:
Der erste Prüfbericht zum Privacy Shield liegt vor, und er sieht nicht gut aus. Ein Jahr nach Einführung des Datenschutzpakts, den die EU-Kommission mit den USA geschlossen hat, finden die EU-Datenschützer vor allem: Probleme. Die Bürger würden nicht ausreichend geschützt, Ombudspersonen hätten eine zu schwache Position. Die Datenschützer fordern die Kommission zum Nachverhandeln auf und drohen mit dem Europäischen Gerichtshof.
spiegel
It's the final countdown:
Die heute bevorstehende Abstimmung der Federal Communications Commission (FCC) zu den
Net Neutrality
Rules
hat die amerikanische Netzgemeinde in Aufruhr versetzt. Im Meer der emotionalen Schlachtrufe von Gegnern und Befürwortern ist der Beitrag des Vorsitzenden der französischen Regulationsbehörde eine kleine Insel der Ruhe: klar pro Netzneutralität, aber die Gegenargumente werden ernsthaft betrachtet.
slate
Dreierlei gegen Bitcoin:
Krypto-Währungen kommen in der Presse gleich nach der FCC, insbesondere natürlich Bitcoin; nachdem die Währung im Januar erst die 1000€ Marke geknackt hatte, im letzten Monat auf gut 14.000€ stieg und nun seit Sonntag das erste
Bitcoin-Finanzprodukt
am Markt ist, kann man sich vor Anlageempfehlungen kaum retten. Zum Ausgleich: Ein Contra zu Bitcoin von den
Salonkolumnisten
, eine
Risikoeinschätzung von der Deutschen Bank
und eine
Ökobilanz von der Osnabrücker Zeitung.
... und dreierlei gegen das NetzDG:
Linke, FDP und AfD haben gestern jeweils eigene Gesetzesentwürfe (lies: Abschaffungsvorschläge) zum NetzDG im Bundestag eingebracht. Viel Auswirkung werden diese vermutlich erstmal nicht haben, und einige Begründungen - die Rechtspopulisten finden das mit der Unterdrückung der Hate Speech nicht so doll - sind auch vorhersehbar. Trotzdem lesenswert, um sich die Bandbreite an Argumenten (noch) einmal anzuschauen.
netzpolitik
Das digital gender gap global gesehen:
Fast zeitgleich mit dem
UNICEF-Bericht zum "digital gender gap"
in Indien bringt der Harvard Business Review eine neue globale Studie zu Mustern in der digitalen Entwicklung heraus. In einer Frage beschäftigten sich die Forscher damit, wie sich der "digital uptake", also die Verwendung von Internet- und Mobilangeboten für Konsum- und Geschäftszwecke, auf die (digitale) Gender Inklusion auswirkt. Kurz gesagt: Positiv.
hbr
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