|
|
|
|
Larmoyante MINT-Schlüppies
|
|
Kim hat einen, Trump hat einen größeren
- bauen wir uns doch selbst einen,
der noch größer ist!
Die Larmoyanz des Silicon Valley geht mir auf die Nerven
-
jetzt warnen sie schon von den süchtig machenden Effekten ihrer eigenen Software
und schränken den Medienkonsum ihrer Kinder ein. Aber mich ärgert vor allem die Flachheit des Valleys in Sachen Theorie. Wer mit Skinners Behaviorismus die Gefährlichkeit von Facebook und Google belegen will, sollte sich lieber auf Software-Entwicklung zurückziehen, und das Nachdenken anderen überlassen. Trotzdem muss über die Effekte von Social Media auf den Menschen nachgedacht werden, nur besser.
Zum Beispiel so
-
in diesem wissenschaftlichen Beitrag
versuchen die AutorInnen, die Psychopathologie des Smartphones zu ergründen, also warum wir so an den Dingern hängen, aber gleichzeitig irgendwas daran sehr schwierig ist. Es ist nämlich komplizierter - und eine Theorie des iPhones muss auch erklären können, warum es so ein konstituierender und bereichernder Bestandteil unseres Lebens geworden ist. Ein bisschen Billo-Markt-Theorie und feuchte Manipulations-Träume von ein paar Software-Entwicklern reichen da nicht.
"Alexa, neue Schlüppies"
- amazon arbeitet offenbar an
einem interaktiven Spiegel
, um virtuell Mode anprobieren zu können.
KI wird Jobs vernichten, ja.
Aber kann es vielleicht gleichzeitig helfen, Armut zu bekämpfen und Abhängigkeit zu verringern? - Elisabeth Manson, Direktorin des Stanford Poverty and Technology Labs meint:
ja
.
Es ist mein Blog, mein Web, nicht Googles
- eine schöne, neue und immer noch richtige Verteidigung des selbstverwalteten, algorithmenfreien Netzes unter dem Titel "
Die Rückeroberung des Bloggens
". Immer noch richtig, weil Sascha Lobo schon 2012 auf der re:publica aus ähnlichen Gründen zum Bloggen auf eigenen Servern aufgerufen hat - weil wir uns das alles einfach nicht aus den Händen reissen lassen dürfen. Natürlich ist es ein bisschen naiv und hilflos, gerade wenn man die easy Monster-Reichweite (auch für eigene Inhalte) auf Facebook mit den kümmerlichen Tröpfchen auf dem selbst-gehosteten Blog vergleicht. Aber allein als ein Akt des Widerstandes ist es gut, was die Blog-Autorin postuliert. Bloggt mehr.
Knowledge is the new money
- in einer Welt, in der Statusgewinn durch Geld immer weniger wichtig wird (wegen "demonetization", na ja...) wird
Wissen die neue Währung
.
MINT, wir brauchen mehr MINT!
- vielleicht ja doch nicht -
in einer breit angelegten Studie
fanden Google-ForscherInnen heraus, dass STEM Qualifikationen (STEM ist das amerikanische MINT, chrchr) nur auf den hinteren Rängen rangieren, wenn es darum geht Treiber-Faktoren für gute Teams zu finden. Wichtiger ist (festhalten!) Einfühlungsvermögen, Zuhörenkönnen, Fähigkeit zur Kommunikation und die Sicherheit, dass die eigene Meinung gesagt werden kann und auch gehört wird.
Sanktionen? Führen wir halt ne eigene Währung ein
- Cryptocurrencies sind momentan vor allem wegen der Spekulationsblase rund um Bitcoin im Gespräch, und verursachen Fieber in den Menschen. Tatsächlich sind andere Aspekte an der Technologie viel faszinierender, und haben das Potential unsere Welt nachhaltig zu verändern. Z.B. dass es einfacher geworden ist, eine eigene Währung herauszubringen. Viel einfacher. Früher musste man dafür Staat sein und über erhebliche Werte und Macht verfügen. Heute reicht viel weniger, und jeder kann seinen ICO an einem verregneten Nachmittag starten.
Oder halt eine sanktionsumgehende Zweit-Währung einführen
.
From Coin to Bit
- dann gibt es halt neue Währungen, na und? Tatsächlich war die Einführung von Geld kulturwissenschaftlich ein hoch symbolträchtiger Akt, der immer wieder mit diversen Umwälzungen in der Gesellschaft einherging (z.B. Übergang von oraler zu Schriftkultur). Häufig wurden dabei auch Strukturen männlicher Vorherrschaft einkodiert und gefestigt. Christina von Braun
hat dazu viel zu sagen
, und wir sollten den Aufstieg der Crypto-Currencies mit höchster Aufmerksamkeit beobachten, denn da passiert mehr als nur Crypto-Spielchen und Spekulation.
Ein bisschen erinnern mich
die
Zusagen von Tesla
an meine 13-jährige Tochter, wenn wir darüber diskutieren wann sie ihr Zimmer aufräumen wird, bzw. später dann, ob sie das bereits getan habe und zu welchem Grade.
Über Spotify wurde ja in der gestrigen Ausgabe bereits berichtet -
das muss in dem Fall reichen, um
diesen link
zu bringen. Man sollte vielleicht noch sagen, dass diese Strafe wirklich hart ist.
|
|
|
Der digitale Fortschritt braucht Deine Unterstützung!
Wir wollen auch nach der Bundestagswahl weiter Impulse in Themen wie VDS, Breitbandausbau, innovativer Start-Up-Förderung oder Datenpolitik setzen.
Hierfür erbitten wir Deine Unterstützung!
|
#Meine5EUROfürD64
|
|
Termine
-
Webmontag
, 8. Januar 2018, Frankfurt am Main,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
-
#No(Upload)Filter. Die gefilterte Wikipedia?
, 09. Januar 2018, Berlin,
100% Frauen, 0% Männer
-
Datentag ePrivacy
, 10. Januar 2018, Berlin,
43% Frauen, 57% Männer
-
D64 Stammtisch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
, 10. Januar 19 Uhr, Leipzig
-
Digital Leadership: Wie die Chefs den Wandel gestalten
, 30. Januar 19 Uhr Königstein
, 17% Frauen, 83% Männer
-
Münstercamp
, 02. & 03. Februar 2018, Münster,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
-
Barcamp Lernräume
, 17. März 2018, Freiburg,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
-
"Take Europe to the hearts" Hackathon
, 20. März 2018, Hamburg,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
Hinweis
: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht.
Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet
.
|
|
|
|
|
|
|