Der D64-Ticker liefert den netzpolitischen Überblick. Täglich.
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Der Ticker kommt heute von janinefunke und yuphoriya

...aber sinnlos.

Nach einer Woche real-life-Probelauf mit dem #NetzDG dürfte dem einen oder anderen bisherigen Fan dünken: Das ist ungefähr so effektiv wie eine Orangen-Diät, in der man alles essen darf außer Orangen. Nur mit anderen Incentives: Isst Du eine Orange, zahlst Du 50 Mio. Strafe. Isst Du alles andere, haste Deine Ruhe. Nebst offensichtlichen regulatorischen Unzulänglichkeiten gibt es Perspektiven, aus denen das Ganze auch gern mal betrachtet werden darf. Z.B. diese hier:

Zu komplex für Algorithmen, zu verstörend für die Lösch-Crew. Was diejenigen, die über Löschen oder Nicht-Löschen entscheiden, (er)tragen müssen, zeigt der Erfahrungsbericht einer ehemaligen Content-Moderatorin im Arvato-/Facebook-Lösch-Team. Als Sozialarbeiterin, Zensorin, Rechtsanwältin, Richterin und "embedded journalist" in Personalunion sah sie tagein tagaus Gewalt und Folter, Kindesmisshandlungen und Enthauptungen und musste quasi im Sekundentakt über Grausamkeit, Hetze, Sadismus, Mobbing, Selbstverletzungen entscheiden. Sie gab nach drei Monaten verstört und mit veränderter Sicht auf die Welt auf. sz-magazin.sueddeutsche.de

Algorithmen könnten durchaus ein Teil der Lösung sein – wenn sie Satire verstünden. Da sie das aber (noch) nicht können (oder doch? Notiz an mich selbst: Alexa fragen), muss das bis dahin anders gelöst werden. Hier ein Kommentar mit ein paar Gedankenspielen: netzpolitik.org

Alle sind gleich. Aber manche sind gleicher. @RealDonaldTrump darf bei Twitter qua job description so viel hetzen und gegen Regeln verstoßen, wie es ihm beliebt. Erklär' diese Ungerechtigkeit mal einer Normalo-Hetzerin. Pff. nytimes.com und zeit.de

Grün-gelbe Koalition? Andernorts führt das #NetzDG auch schon mal zu ungeahnten Annäherungen. Geradezu händchenhaltend fordern FDP und Grüne die Abschaffung des "vermurksten Gesetzes". tagesschau.de und zeit.de

Snooping near the cables. Was passieren würde, wenn Russland – oder wer auch immer – den Tiefseekabeln einen neuen Faconschnitt verpassen würde? Nöscht. Weder russische U-Boote, die offenbar gern mal mit den Kabeln auf Kuschelkurs gehen, noch Haie sind eine Gefahr für die kritische Tiefseeinfrastruktur des Internets. Wohl aber die eine oder andere ältere Dame in Armenien und Fischer*innen vor der falschen Küste. Na, das wäre dann ja geklärt. wired.com
(Service-Link: Mit dieser Karte könnt Ihr Euren nächsten Angelausflug sicher planen.)

Mein rechter, rechter Platz ist (denk)frei – Seit einiger Zeit debattieren sich die Befürworter und Gegner der Anwesenheitspflicht an Universitäten die Seele aus dem Leib. Gemeint ist dabei ausschließlich die physische Präsenz Vieler an einem vorgegebenen Ort. Ein "brisantes" Thema bleibt es nur, solange Lehre nichts mehr als "Schnittlauch auf dem Hauptgericht der Forschung" und manch eine Hochschule ein Hort des Analogen bleibt. – Hier mal ein Pro-Contra-Artikel, in dem wenigstens das Wort "Digitalisierung" einmal fällt: zeit.de (zum Thema wurde auch schon mal hier , hier und hier diskutiert).

"Don't pirate or we'll mess with your Nest." Filesharing: Provider droht mit IoT-Drosselung // Ein US-Internet-Service-Provider bedroht Kunden, die beschuldigt werden, Urheberrechtsverletzungen begangen zu haben, mit dem Nicht-Funktionieren ihrer IoTs Engadget.com und futurezone.at
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