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Der Ticker kommt heute von @Akaer

Digitales Theater: Von visionär bis surreal

Visionär ist Kay Voges, Intendant des Schauspiel Dortmund: "Bühnenentwürfe, die in Augmented Reality erprobt werden, Schauspieler, deren Bewegungen das Licht steuern, Hologramme auf der Bühne oder Masken aus dem 3D-Drucker – all das könnte bald Alltag werden." Dafür hat er eine "Akademie für Digitalität und Darstellende Kunst" gegründet, die wohl als unlangweiligstes Betriebsdigitalisierungsprojekt aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird. Am vergangenen Wochenende wurde bereits auf einer Konferenz geplant, gespielt und ge-workshopped, Unterstützer wie das Land NRW sind auch schon gefunden, dann kann es ja losgehen: wir freuen uns drauf! focus und zdf .

Surreal kommt man sich vor bei Axel Voss (CDU), EU-Berichterstatter zum Thema Urheberrechtsreform, denn dessen neuer "Kompromissvorschlag" zur Urheberrechtsreform hat mehr künstlerischen als politischen Wert. Chapeau, wie es Voss gelingt, die letzten anderthalb Jahre öffentliche Debatte, den gerade erst ausgehandelten deutschen Koalitionsvertrag und seine eigene juristische Ausbildung zu ignorieren, um dem EU-Parlament diese Perle vorzulegen. In Kürze: Kein Upload-Filter für die Platzhirsche google und facebook, dafür für nicht-gewerbliche Plattformen wie Wikipedia und github. Und die Nutzerrechte schwammig untergebuddelt. Im Detail aufgespiesst von Julia Reda . netzpolitik und EDRi .

Was Axel Voss nicht gelesen hat: die digitalen Themen im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, knapp zusammengefasst von Anna Biselli für netzpolitik. Bei Bildung und Verbraucherschutz kann man durchaus in gute Stimmung geraten, bei allem, was grob dem Themenkomplex "staatliche Transparenz und Sicherheit" zugeordnet werden kann, ist eher Trauerflor angesagt. Auch beim Arbeitsschutz glänzen leider mehr Leerstellen als Pointen. Beim Breitbandausbau wiederum klingt alles wunderbar, hier bleibt nur die Hoffnung, dass die Versprechen diesmal echt kein Witz sind. netzpolitik

And now to something completely different: Großer Schritt für die BÄK, weniger Schritte für Ommi: Die Bundesärztekammer hat, nach Jahren des Widerstands gegen die Telemedizin, nun eine Lockerung des sogenannte Fernbehandlungsverbots vorgeschlagen. Wenn die Delegierten des Ärztetages dem im Mai zustimmen, dann könnten Patienten "künftig auch ausschließlich über elektronische Kommunikationsmedien wie Skype" behandelt werden - vorausgesetzt, der Patient ist ordentlich aufgeklärt über das Prozedere und die Behandlung wird umfassend dokumentiert. Insbesondere für kleine Gemeinden auf dem Land ein wichtiger Fortschritt. spiegel
Auch 2018 findet er wieder statt. Der hoch geschätzte, viel beachtete und immer gut besuchte D64 Neujahrs-Empfang in der Hauptstadt. In diesem Jahr mit Impulsvorträgen von Valerie Mocker und Lars Klingbeil sowie Poetry Slam von Ella Anschein. Meldet Euch an und kommt in Scharen. Hier kostenfrei anmelden!
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Hinweis : Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet .
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