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Netz-Balkanisierung I:
EU-Digitalkommisar Andrus Ansip hat sich auf der gerade stattfindenden weltweit größten Mobilfunk-Messe in Barcelona als Verteidiger der Netzneutralität in Europa positioniert - nicht unbedingt zum Gefallen der zuhörenden Netzbetreiber, die eine lockerere Regulierung (zuungunsten neuer, kleiner Wettbewerber) begrüßen würden. Der ebenfalls auf dem Podium sitzende Chef des amerikanischen FCC, der im vergangenen Jahr die Netzneutralität nach zwei Jahren abschaffte, warb dagegen für die USA als Investitionsstandort für den schnellen Ausbau von 5G.
derstandard
Netz-Balkanisierung II:
200 Vertreter von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft versuchen gerade in Ottawa ein globales Regelset für das Internet auszutüfteln. Dazu eingeladen hat das international aufgestellte
Internet & Jurisdiction Policy Network
, das diese Monsteraufgabe auch als solche anerkennt und mit ein paar Jahren Arbeit rechnet. "There's a paradigm shift going on. Governments are moving from a position of non-interference to a realization that if we want to keep a cross-border internet going, then we need a new system of governance," lässt sich der Leiter des Netzwerks, Paul Fehlinger, zitieren.
politico.eu
Arschkriecher werden nicht vorgefiltert:
Der BGH hat heute entschieden, dass Internet-Suchmaschinen wie Google die eigenen Suchergebnissen nicht im Vorfeld darauf prüfen muss, ob diese Persönlichkeitsrechtsverletzungen enthalten. Erst wenn ein Betreiber über Rechtsverletzungen informiert wird muss er handeln. Das klagende Ehepaar hatte neben dem oben genannten Kosewort noch ein paar andere Nettigkeiten hinter ihren Namen gefunden.
netzpolitik
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