In unserer netzpolitischen Filterblase des Tages geht es heute um den Umgang mit Sicherheitslücken in Kühlschränken, selektive Wahrnehmung und Selbstverpflichtung.
Viren im Kühlschrank:
Du brauchst n Update! Die
Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz
fordert sichere Updateverfahren für Software zu entwickeln. Möglichst zeitnah sollen bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden und der Prozess möglichst einfach, im besten Falle automatisch stattfinden. Bei der wachsenden Zahl der Devices im Alltag der Menschen eine nachvollziehbare Forderung. Man stelle sich vor, dass zur zukünftigen Morgenroutine direkt nach dem Zähneputzen auch noch das manuelle Updaten des Kühlschranks, der Waschmaschine, des Toasters, Türschlosses, Stereoanlage, Staubsauger……..hinzukommen würde. Spaß beiseite; der Sicherheitssupport für Firmware von IoT-Geräten muss natürlich gewährleistet sein bzw. entsprechende Hinweise erfolgen.
heise.de
Funklöcher stopfen:
Für alle Pendler, die sich immer wieder vornehmen in der Bahn noch rasch ein paar E-Mails zu beantworten oder an einer Telefonkonferenz teilzunehmen, ist es bekanntes, unbeliebtes Ereignis: Funkloch. Da fällt die Freude über das WLAN-Angebot der Deutschen Bahn verhalten aus. Es fehlt schlicht eine solide Netzabdeckung. Dem will die Deutschen Bahn nun Abhilfe verschaffen, indem sie selbst eine Mobilfunkversorgung entlang der Strecke aufbauen wolle. Auf die bekannten Mobilfunkbetreiber allein möchte man sich nicht verlassen. Zumindest würde dies diskutiert, teilte Sabina Jeschke, neue Vorständin der Deutschen Bahn, der
Wirtschaftswoche
mit.
t3n.de
Filterblasen platzen nicht:
Denn sie existieren ja gar nicht. Man kennt das: niemand aus deinem Facebook Feed wählt die AFD, Trump finden alle deine Freunde doof und niemand kauft eine CD von Justin Bieber. Doch halt! Wieso werden sie in politische Ämter gewählt oder an die Spitze der Charts katapultiert? Filterblase? Ist das eigentlich ein passender Begriff? Ein mediales Modewort und Social-Media-Sündenbock? In diesem Artikel wird mit einem Wort aufgeräumt, dass es mittlerweile sogar in den Duden geschafft hat und dem die
Tagesschau
das Prädikat Demokratiegefährder angehangen hat.
motherboard.vice.com
Spielplatzverbot für Trolle:
In der Debatte um Hatespeech und Diffamierung kursieren zahlreiche Lösungsansätze. Es müssen nicht immer gesetzliche Sanktionen wirken, bevor etwas getan wird. Freiwillige Selbstverpflichtung ist erstens sympathischer und zweitens durch den Wille nach Beseitigung des Problems motiviert. Ein Ansatz, der von Reddit gewählt wurde und vermutlich zum Comeback der Plattform geführt haben könnte. Die Unterscheidung von Meinungsfreiheit zu Diffamierung, oder Kritik zu Hatespeach wird durch die Betreiber Plattform vorgenommen. Aktive Moderation und Fingerspitzengefühl sind hier Voraussetzung. Dazu gehört in manchen Fällen auch der Entzug der "Spielwiese", um aufgehitzte Gemüter zu beruhigen. Von den Erfahrungen mit dieser Methode gibt es hier mehr zu lesen:
zeit.de
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