In unseren netzpolitischen Kurznachrichten zählen wir das Wollen der Koalition, belegen unsere Meinung mit Wikipedia und hören dabei Haddaway.
Wollen allein zählt noch nicht:
Die Große Koaltion hat sich zum Thema Digitaliserung mit zahlreichen Absichtserklärungen durch den Koalitiosvertrag gearbeitet. Relativ häufig ist hier in diesem Zusammenhang von "wollen" die Rede. Bei Themen wie z.B. Förderung von Glasfasernetzen sollte jedoch besser das wesentlich umsetzungsstärkere "werden" verwendet werden. Sprich: Für den Breitbandausbau werden 12 Millionen Euro zur bereitgestellt. Steht da so aber nicht. Weiterhin "wollen" die Koalitionäre ein digitales Bürgerportal für Bürger und Unternehmen schaffen und "die Entwicklung von innovativem Einwilligungsmanagement fördern und unterstützen". Ach und lernen will man auch ganz viel. Also was will man eigentlich mehr?
golem.de
Mit Wikipedia gegen Strange News:
Verschwörungstheorien findet man im Netz viele. Besonders beliebt sind private "Dokumentationen" und "Beweisvideos" auf YouTube. Nun kann man die Frage nach der Seriösität der meisten Video durchaus stellen. Davon mal abgesehen, wird die schiere Quantität dieser Inhalte zu einer Herausforderung auch für den Ruf der Videosuchmaschine. Seit kurzem reagiert YouTube mit kleinen Textboxen, die im Video erscheinen. Dort finden die Zuschauer Auszüge aus Wikipedia mit Infos zum jeweiligen Konspirationsthema. Was hätte wohl mein Prof gesagt, wenn ich in meiner Examensarbeit Wikipediaartikel als Belegquelle angehangen hätte?
techcrunch.com
Big Data ganz leicht dank DSGVO:
Mancher Datenschützer und/oder Rechtsgelehrter kratzt sich noch immer bei der Abendlektüre der neuen Datenschutz-Grundverordnung am Kopf. Und mit Prophezeihungen zu dessen Auswirkung halten sich die Profis noch recht bedeckt. Die Kollegen aus den Marketing- und IT-Abteilungen scheinen da schon weiter zu sein. Denn laut Bitkom Research (Marktforschungstochter der Bitkom) glauben 6 von 10 IT-Entscheidern in Unternehmen, dass die DSGVO Big Data vereinfacht. Einer der angegebenen Gründe: eine europaweite, einheitliche Reglung.
blog.wiwo.de
Spotify weiß was du letzten Samstag gehört hast:
Die meisten Spotifynutzer unter euch freuen sich sicher über die persönliche Playlist, die einmal in der Woche aktualisiert wird und ziemlich oft ins Schwarze trifft, was den eigenen Musikgeschmack betrifft. Doch wie funktioniert das eigentlich genau? Irgendwas mit Alghorythmen sicherlich. Tatsächlich werden über Machine Learning Faktoren wie Track Counting, abgespeicherte Songs in eigenen Playlisten, Besuch der Künstlerseiten während oder nach dem Hören eines Songs sowie Empfehlungen berücksichtigt. Doch auch eine KI kann man ordentlich verwirren. Zum Beispiel dann, wenn man auf einer 90´s Party 10 mal Haddaway, die Backstreetboys und Dr. Alban spielen musste (wollte). Danach ist der persönliche Mix der Woche auf Wochen empfindlich gestört.
hackernoon.com
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