In unseren netzpolitischen Kurznachrichten zeigen sich die USA und Russland von ihren besten Seiten und Amazon gibt kleinste Einblicke.
Einreise Made in USA:
"Bitte entsperren Sie Ihr Smartphone. Jetzt!" Diese freundlichen Worte hört man bei der Einreise in die USA immer häufiger. Handelte es sich zunächst Randgruppen, trifft es zunehmend Journalisten und Vielreisende. Dabei ist das Smartphone eines der privatesten Gegenstände und wird eigentlich als gleichwertig schützenswert wie die Wohnung angesehen. Das interessiert die Regierung jedoch nicht sonderlich. Grenzbeamte fordern die Reisenden auf ihre Geräte zu entsperren oder die PIN-Nummer herauszurücken. Die Verweigerung könnte ein Einreiseverbot zur Folge haben. Viel Handlungsspielraum bleibt hier nicht. Außer evtl. mit dem Zweithandy anzureisen. Gastfreundschaft sieht anders aus.
sueddeutsche.de
Diplomatie Made in Russia:
Ob sich Russland derzeit mit dem Westen anlegt oder umgekehrt, ist wahrscheinlich eine Frage der Perspektive. Doch wenn die Vorwürfe gegen Putin auch nur in Teilen zutreffen, könnten äußerst unangenehme Auseinandersetzung bevorstehen. Von Cyberattacken gegen Regierungen und Parlamente bis hin zu einer möglichen Wahleinmischung in den USA ist alles mit dabei. Vor allem letzteres sei nun laut den USA sicher: Die Beeinflussung der US-Wahl durch Russland und die verheerende Malware NotPetya. Daraus folgen harte Sanktionen gegen fünf russische Organisationen und 19 Personen, denen man vorwirft für die Cyberattacken und Angriffe auf kritische Infrastruktur in den USA verantwortlich zu sein. Werden diese Sanktionen Putin mehr schaden oder in seinem Wahlkampf nützen. Die Rolle des internationalen Außenseiters gefällt ihm ja durchaus.
heise.de
Free Wifi:
Das Oberlandesgericht München hat in einem Urteil die Abschaffung der Störerhaftung bestätigt. Abmahnungen aus der Zeit vor dem Gesetz müssten jedoch noch an der damaligen Gesetzeslage gemessen werden und wären damit vollkommen rechtens. Im konkreten Fall musste ein Netzaktivist eine Abmahnung in Höhe von 800 Euro an die Sony Music Entertainment Germany GmbH zahlen. Gleichzeitig bestätigte das Gericht allerdings, dass das Urteil nicht auf Fälle nach dem 12. Oktober 2017 anwendbar sei.
spiegel.de
Blick in die Zahlen von Amazon:
Amazon hält sich sehr bedeckt, was Statistiken zu Produkten oder Plattformen betrifft. Einen kleinen Einblick bekommt man jetzt doch. Allerdings unfreiwillig. Geleakte Dokument warten mit Zahlenmaterial zu Amazons Videoplattform Amazon Prime auf. Ebenso verrät es, wie über ansprechende Serien die Kundenbindung verbessert und Verkaufszahlen angekurbelt werden sollen.
fastcompany.com
|