Wie uns die Dinge so verkauft werden, ist doch immer wieder herrlich zu beobachten. Hauptsache die Meldungen klingen nett, lassen sich schnell erklären und fügen sich in den aktuellen Diskurs ein.
Google: Probleme von Milliarden lösen
Wenn Googles Forschungslabor in ein Projekt investiert, dann "muss es ein Problem lösen, das Millionen oder Milliarden von Menschen betrifft; es muss eine kühne, wissenschaftlich klingende Technologie beinhalten; und es muss zumindest einen Hoffnungsschimmer geben, dass es innerhalb von fünf bis zehn Jahren erreichbar ist." Ist das noch geschicktes Marketing oder einfach nur Größenwahn?
technologyreview.com
US-Militär: Hört mal, die Waffe klingt wie ein altes Modem!
Das Militär war ja schon immer groß im Marketing - landläufig auch als Propaganda bekannt. Jetzt scheinen sie sogar die Internet-Nostalgiker erreichen zu wollen - das neue Waffensystem soll nämlich so klingen wie früher die Modems. Wie nett! Genau genommen soll aber eine ohrenbetäubende Waffe entwickelt werden, die dazu bestimmt ist, Feinde zu verängstigen oder gar zu quälen.
digitaltrends.com
ARD und Verlage: Mit "Super-Mediathek" gegen Facebook und YouTube
Es gibt kaum deutsche Alternativen zu sozialen Netzwerken und anderen Angeboten von Facebook und Google. Der BR-Intendant hat nun die Idee einer gemeinsamen Plattform mit Inhalten von Öffentlich-Rechtlichen und Verlagen eingebracht - eine Art "Super-Mediathek". Dafür bedürfe es nur einer ganz kleinen Ausnahmegenehmigung für diese Zusammenarbeit im Kartellrecht. Und natürlich ein paar schlauer Empfehlungsalgorithmen...
deutschlandfunk.de
Chiphersteller Nvidia: Rückschläge als Grund für die Arbeit
Nach einem tödlichen Zusammenstoß eines selbstfahrenden Uber-Autos mit einer Fußgängerin in der vergangenen Woche treten erst einmal Menschen wieder auf die Bremse: Der Chiphersteller Nvidia stoppt vorübergehend die Tests seiner autonomen Fahrzeugplattform. Natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, dass "diese Tragödie genau der Grund ist, warum wir uns verpflichtet haben, diese lebensrettende Technologie zu perfektionieren."
techcrunch.com
Seemann: Cambridge Analytica war
nicht
für Trump-Wahl verantwortlich
Weil es ja auch mal ganz interessant ist etwas zu lesen, was nicht ins Weltbild passt: Michael Seemann widerspricht der Vorstellung, dass Cambridge Analytica für die Trump-Wahl verantwortlich ist und erklärt warum Facebooks Entscheidung seine Daten künftig für sich zu behalten eigentlich eine schlechte ist.
t-online.de
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