|
Heute ist nicht der Tag des Murmeltiers und damit die Wiederholung von Introtexten; heute ist Payday! Naja zumindest Tag der Nachrichten zu möglichen Finanzmodellen zum Schutz unserer Daten. Und damit sind nicht Einfuhrzölle an Internetknotenpunkten gemeint.
Datenpunkt
Geheimdienste arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen zum Schutze des Landes und ihrer Bürger. Das klingt toll. Selbstverständlich muss man dazu hin und wieder auch mal etwas genauer in das Privatleben hineinschauen. Heute ist jedem klar, dass das Thema Privatsphäre auch im Internet eine gewichtige Rolle spielt. Die Betreiber des weltgrößten Internetknotens DE-CIX in Frankfurt wolle dem BND den Zugang verwehren, heißt es auf
t3n
. Hier laufen Leitungen aus Russland, China und dem Nahen Osten zusammen. An diesen strategisch wichtigen Punkt hängt der BND und wertet Daten aus. Heute soll eine Klage des DE-CIX gegen das Bundesinnenministerium vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt werden. DE-CIX wehrt sich gegen diesen Eingriff. Man wolle kein "Komplize" des Geheimdienstes sein.
Datensteuer
Endlich. Soviele Bundesregierungen haben es auf ihre Agenda geschrieben: Die Steuerreform kommt. NOT. Dafür möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel eine neue Steuer einführen: Eine Daten-Steuer. Das führt zu viel Aufregung in der Wirtschaft (
"Die Welt brauch keine Daten-Steuer, Frau Merkel!"
). Wo viele Daten, da viel Steuer? Darum sei es nicht gegangen, erläutert die
FAZ gestern Abend.
Vielmehr würde Frau Merkel gemeint haben wollen, Daten seien der "Rohstoff der Zukunft." Es wäre nicht gerecht, würden sie im Gegensatz zu realen, "anfassbaren" Gütern, unbesteuert bleiben. Wer weniger Konjunktive braucht, dafür lieber ein paar Erklärungsansätze schaue beim
Tagesspiegel
vorbei.
Datenteuer
Die Washington Post erhebt eine Gebühr für den Datenschutz und testet damit verschiedene Modelle. Sich entscheiden zu dürfen, ob ich Services lieber mit meinen Daten oder mit Geld bezahle, ist ein vielfach geforderter Ansatz. Doch bisher findet man solche Modelle höchst selten im Netz. Abgesehen von einigen Nichenanbietern, sind Mainstream Medien bisher weit davon entfernt gewesen auf das wertvolle Datengut zu verzichten. Die Washington Post experimentiert nun genau mit diesem Ansatz und möchte ein "Premium-Abonnement" einführen, das komplett auf das Nutzertracking verzichtet. 30,- Dollar mehr und deine Daten bleiben bei dir. Safer-News haben halt ihren Preis.
Ein guter Ansatz bleibt es aber trotzdem.
Datenungeheuer
Wer liebt ihn nicht, den süßen kleinen Pepper, wie er niedlich guckt und auswendig gelernte Sätze aufsagen kann. "Den will ich auch!" - hört man es auf den Gängen von allen Arten von Messen rufen. Tatsächlich wird man immer häufiger, sozusagen als Gag, bei Firmenterminen von Pepper total frech begrüßt. Manch einer träumt auch von Frühstück am Bett durch Servant Pepper. Doch wen holt man sich da eigentlich in die Firma oder gar ins Haus. Und was plappert Pepper vom gehörten aus? Mehr als bisher gedacht, denn Pepper ist kein Gesprächspartner unter drei. Veraltete Software und fehlende Absicherungen der
Admin-Software führen zu Sicherheitslücken,
die sogar eine Fremdsteuerung von außen zulassen. Aufgepasst: Vielleicht greift der fähige IT-Kollege morgen ein und lässt Pepper eine salzige Kaffee-Überraschung ans Bett servieren.
|