|
|
|
|
Auf der Suche nach Schuldigen - für alles
|
|
|
"Die größte Gefahr für Demokratie sind nicht nur diejenigen, die gegen sie kämpfen. Es sind auch die zu leisen Demokraten.", schrieb Erich Kästner 1931 in "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten".
Diese wahren Worte lassen sich beliebig auf anderes übertragen – so auch auf die z.T. besorgniserregenden Entwicklungen im Netz der Netze. Liegt der Kern des Übels wirklich in Kalifornien, "dem Land, aus dem alles Fortschrittliche, Digitale zu kommen scheint. Leider aber auch irgendwie alles Böse" (siehe Beitrag 2 unten)? Oder womöglich bei zu leisen Parlamentariern, unkritischen Markenjüngern und denen, "die fundamental missverstanden haben, wofür das Internet gut ist" (Beitrag 1) und mal gedacht war? Wir gehen der Sache mal nach:
Missing Link (viele viele sind schuld)
Im Interview mit
heise.de
spricht Andrew Sullivan, neuer Chef der Internet Society, über einen Angriff auf das Internet auf breiter Front. Massenhafte Überwachung unterminiere die netz-eigenen Grundsätze, allen voran die der Vertrauenswürdigkeit.
Also doch Kalifornien? (in Berlin ist airbnb an einfach allem schuld)
Warum es sich nicht auch mal einfach und airbnb für alles verantwortlich machen? Für die Wohnungsnot, explodierende Mietpreise, und für die Touristenflut sowieso. Warum sich mit über viele Jahre verfehlter Wohnungsbaupolitik kritsich auseinandersetzen, wenn man doch in formvollendeter "Beamtenstubenfolklore" Bußgeldbescheide im Rahmen des Zweckentfremdungsverbots ausstellen kann. Die Zahlen sprechen ja für sich… Obwohl: Die Forscherin und Hobby-Statistikerin in mir flüstert: Den Untergang des Abendlandes an 1% festzumachen, ist machbar, aber fragwürdig. Aber rechnet doch mal selbst:
zeit.de
Nix Kalifornien. Eher von Seattle direkt nach Washington D.C. (schuld ist amazons Lobbyisten-Heer)
Amazon-Gründer Jeff Bezos hat eine der mächtigsten Lobby-Maschinerien aufgebaut. Er zieht den Ring um Washington immer enger, vergibt Unmengen an Geld an unzählige Kandidaten (beider Parteien, by the way!) – breit gestreut auf die Hälfte aller Parlamentarier. Also muss doch diese aggressive Lobby-Arbeit daran schuld sein, dass Amazon wirtschaftlich immer mächtiger und nun auch noch zur politischen Supermacht zu werden droht. Ist doch klar. Denn die armen Parlamentarier können sich dagegen ja kaum wehren, oder? Der Kongress ist machtlos… Natürlich nicht, aber so kann man es sich natürlich auch schön einfach machen.
bazonline.ch
Songs of Innocence (Ein Apfel ist an allem schuld)
"Selber schuld!", liegt einem auf den Lippen, wenn sich Leute über den Wegfall diverser Buchsen an Telefonen und Notebooks bei gleichzeitigem überprotionalen Anwachsen an Adaptern in der Tasche beschweren (spreche aus Erfahrung), aber gleichzeitig unbedingt einen Apfel gut sichtbar auf der Rückseite wissen wollen. Hier sind 6 Dinge, die Apple (der Laden, der mehr Wert ist als Florida, Ihr wisst schon) der mal mehr, mal weniger begeisterten Welt aufgedrängt hat:
sueddeutsche.de
Utopien für Cineasten ("Der andere ist schuld, wir würden ja.")
Vom Regen in die Traufe - das ist der Weg, den streamende Cineasten gehen, wenn sie Netflix, Prime Video etc. auf Apple TV, Amazon Fire oder gar (warum auch immer) über Spielekonsolen schauen wollen. Entweder es fehlt 5.1-Sound oder HDR oder man muss sich tapfer auf 60Hz einlassen [= Frevel (Fre|vel, der; Substantiv, maskulin - Verstoß gegen die göttliche oder menschliche Ordnung aus bewusster Missachtung, Auflehnung oder Übermut)]. Modernes Encoding? 4K-Auflösung? HDR-Farben und -Lichter? Flüssige Kamerafahrten wie im Kino? Ja, aber zur gleichen Zeit leider nur in der Theorie, berichtet
golem.de
|
|
|
Der digitale Fortschritt braucht Deine Unterstützung!
Der D64-Ticker ist ein nicht-kommerzielles Angebot, den wir jeden Tag ehrenamtlich verfassen. Wenn unsere Impulse zu Themen wie VDS, Breitbandausbau, innovativer Start-Up-Förderung oder Datenpolitik für Dich wertvoll sind, kannst Du uns
hier
unterstützen.
|
#Meine5EUROfürD64
|
|
Termine
-
Das ist Netzpolitik.
21. September, Berlin,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
-
Zukunft der Arbeit - Zukunft der Informatik
, 26. - 27. September, Berlin,
33% Frauen, 66% Männer
-
think.beta18
, 16. Oktober, Augsburg,
43% Frauen, 57% Männer
-
Zündfunk Netzkongress
. 26./27. Oktober, München,
50% Frauen, 50% Männer
Hinweis
: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht.
Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet
.
|
|
|
|
|
|
|