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Demnächst auch in Ihrer Stadt: Digitaler ÖPNV
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Als ich in den Niederlanden wohnte, war die OV-Chipkaart eines meiner persönlichen Highlights: eine Plastikkarte mit RFID-Chip, die im ganzen Land für alle öffentlichen Verkehrsangebote (also Bahn, Bus und Boot) gilt. NRW scheint langsam Wind von diesem Angebot bekommen zu haben und führt nun seine eigene Interpretation ein.
Yes, You Can Be an Ethical Tech Consumer
Digitale Produkte kommen häufig mit einem hohen Preis: Sie nehmen Privatsphäre, liefern Falschinformationen und kreieren schlechte Arbeitsplätze. Einen Teil zur Lösung dieser Herausforderungen liefert ein
New York Times
Artikel, der vier Ratschläge parat hält: 1. Boykottiere und beschäme, 2. Tausche Bequemlichkeit gegen Unabhängigkeit, 3. Mach mal langsamer und 4. Denk an deine Freundinnen. Vielleicht etwas zum Nachdenken über das Wochenende...
Here We DSGVO Again
Deutschlands scheidende Datenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff zog gestern ein Resümee zum ersten Halbjahr DSGVO. Dabei kritisierte sie laut
Netzpolitik.org
die mediale Debatte und die schwache Kommunikationspolitik der Bundesregierung. Interessante Zahlen: Ein Viertel aller Beschwerden in Europa kommt aus Deutschland. Währenddessen überlegen die SPD-Digitalpolitikerinnen im Bundestag in einem
Blogbeitrag
, wie Artikel 85 der DSGVO umgesetzt werden kann. Also wie das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten mit dem Recht auf Meinungsfreiheit in Einklang zu bringen ist.
Digitaler ÖPNV
Die Verkehrsverbunde in NRW verkündeten gestern stolz in der
WAZ
, dass das klassische Ticket in naher Zukunft durch ein Check-In/Be Out Verfahren auf dem Smartphone abgelöst wird. Die Kundinnen sollen sich keine Gedanken mehr über Tickets und Tarifzonen machen müssen - eine Herausforderung, die in NRW auch immer einem mittelschweren Sudoko nahekommt. Warum das ganze Smartphone-basiert sein muss, verstehe wer will. In den Niederlanden oder in London gibt es dafür diese eingangs beschriebenen Chipkarten - die sogar anonym genutzt werden können (z.B. wenn Freundinnen in der Stadt sind).
Facebook & die Factcheckerinnen
Im
Guardian
erheben einige Journalistinnen schwere Vorwürfe gegen den Plattformbetreiber: Sie sollen als Factcheckerinnen nur für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt worden sein - ihre Expertise und ihre Ratschläge wurden wiederholt nicht ernst- oder angenommen. Und wir dachten tatsächlich, sie hätten aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt... Die
FAZ
liefert die Tipps für den Ausstieg.
Gemeinschaftlich-finanziertes Qualitätsfernsehen
Gute Nachrichten für ARD und ZDF: Der Europäische Gerichtshof urteilte gestern über den deutschen Rundfunkbeitrag und hatte laut
t3n
keine Einwände gegen das geräteunabhänigige Modell für gemeinschaftlich-finanziertes Qualitätsfernsehen. Gut, dass sich Berlin und Brandenburg nun auf die Reform des Medienrats konzentrieren können. Der
Tagesspiegel
weiß mehr dazu.
Gestern Leistungsschutzrecht, morgen auch?
Der früheren schwarz-gelben Bundesregierung droht laut
Golem
eine Ohrfeige aus Luxemburg. Das deutsche Leistungsschutzrecht hätte nach Ansicht eines EuGH-Gutachters nicht in Kraft treten dürfen. Den Verlagen könnten Millionenverluste entstehen.
In eigener Sache: Diese Woche habe ich bei der Berichterstattung auf ein generisches Femininum zurückgegriffen. Dazu gab es keine Beschwerden, also scheint es gut angekommen zu sein (Poppers schwarzer Schwan lässt grüßen). Im Ernst: Entweder hat es keiner bemerkt, es stört niemanden oder niemand liest diesen Ticker. In allen Fällen ein interessantes Experiment. Für mich.
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Es ist Aufgabe der Schule ein allgemeines technisches Verständnis zu entwickeln und Medienkompetenz zu vermitteln. Auch die Lehrerinnen und Lehrer müssen daher entsprechend ausgebildet werden. Mehr zum Thema Schulbildung unter:
https://d-64.org/grundwerte-ki/
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Termine
Hinweis
: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht.
Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet
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