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Facebook macht unsere liberale Gesellschaft kaputt
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So kurz vorm Wochenende bekommt ihr von uns einen Video-Tipp: Schaut euch den
TED-Talk
mit Carrol Cadwalladr an - soweit noch nicht geschehen.
Die Zwischenrufe gegen Facebook werden lauter
Schon vor einigen Wochen hielt Carrol Cadwalladr einen fulminanten Auftritt bei
TED
, in dem sie feststellte: Facebook, Google und Twitter haben unsere liberale Demokratie gebrochen. Ihr Vorwurf: Vermutlich werden wir nie wieder freie Wahlen haben. Im
Guardian
beschrieb sie einige Tage nach dem Auftritt die darauffolgende (oder vielmehr ausbleibende) Reaktion der Silicon Valley-Tech-Götter.
Nun fordert Facebook-Co-Gründer Chris Hughes in einem
New York Times-Beitrag
die Aufteilung des Mega-Konzerns. In seinen Augen erhält Mark Zuckerberg seit der Übernahme von WhatsApp unkontrollierbare Macht über die Meinungsfreiheit. Dabei beginnt Facebooks Uneinsichtigkeit schon im ganz Fundamentalen. Drei Beispiele:
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Wenn Nutzerïnnen einen Beitrag bei Facebook ganz regulär melden möchte, müssten sie eigentlich auf diesen klicken und die Option "Beitrag melden" erhalten. So steht es im Hilfebereich. Tatsächlich können Nutzerïnnen nur Feedback geben. Facebooks hauseigener Prozess zum Vorgehen gegen Beleidigungen und Falschmeldungen ist kaputt.
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Von den drölf Klicks zum Melden eines Beitrags auf Grundlage des NetzDG möchte ich eigentlich gar nicht erst beginnen. Das Einreichen ist so versteckt, dass Nutzerïnnen schnell die Lust verlieren gegen Beleidigungen und üble Nachrede vorzugehnen. Wie die letztendliche Entscheidung ausfällt, ist dann sowieso mehr Glücksspiel als klaren Leitlinien folgend.
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Beruflich muss ich von Zeit zu Zeit bei Facebook Anzeigen schalten. Obwohl ich diese als Privatperson einreiche, enthalten die Rechnungen keine Mehrwertsteuer. Pauschal wird behauptet, dass die Umsatzsteuer der Leistungsempfängerïn obliegt. Liebe tickerlesende Steuerfachmenschen: Kann das so sein?
DSGVO rulez
Der neue Datenschutzbeauftrage Ulrich Kelber zieht ein positives Fazit des ersten Jahres mit der DSGVO. Er warnte laut
Süddeutsche Zeitung
aber vor Grundrechtseingriffen durch Sicherheitsbehörden.
Ausuferndes Gesetz gegen Falschnachrichten
Singapur hat ebenfalls sein eigenes NetzDG verabschiedet: Laut
Tagesschau
müssen sowohl klassische Medien als auch "soziale" Netzwerke wie Facebook, Google oder Twitter künftig nach staatlicher Aufforderung beanstandete Artikel entfernen. Oder sie können gewungen werden, "Berichtigungshinweise" zu veröffentlichen. Oh jemine.
Hört ihr die Rollkoffer?
Zerstört AirBnB Nachbarschaften? Dieser Frage ging der
Guardian
nach und schaute sich sowohl Entwicklungen u.a. in London, Brooklyn, Edinburgh und Barcelona an, als auch das wettbewerbsverzerrende Geschäftsmodell - da der Konzern kein Hotelgeschäft sondern eine Datenvermittlung betreibt.
Zwiebel-Spione
Wie
Wired
berichtet, eröffnet das CIA eine eigene Präsenz im Tor-Netzwerk - um mehr anonyme Tipps zu erhalten.
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Zur Europawahl 2019 präsentieren wir euch den
Digital-Thesen-Check
: Wir fragten alle im Bundestag vertretenen Parteien nach der Rolle und Relevanz der Digitalisierung in der kommenden Legislaturperiode.
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Termine
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Podiumsdiskussion: Brauchen wir ein Daten-für-alle-Gesetz?
- 15.05.2019, Berlin,
50% Frauen, 50% Männer
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Barcamp: "Irgendwas mit Medien"
- 21.-23.05.2019, Werneuchen,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
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Thüringer Digitalfestival
- 23.-26.05.2019, Erfurt,
27% Frauen, 73% Männer
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DatenTag "1 Jahr DSGVO"
- 24.05.2019, Berlin,
60% Frauen, 40% Männer
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BVDW Data Summit
- 05.06.2019, Berlin,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
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Datenschutz schützt Menschen
- 07.06.2019, Berlin,
Speakendenquote noch nicht ermittelbar
Hinweis
: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht.
Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet
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