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Der Ticker kommt heute von
@akaer
Rezogate, E-Evidence und klingender Code
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Der Rezo-Faktor I: Video killed the newspaper Deutungshoheit
Die faz hat sich nicht nur an einem "Gegen-Faktencheck" zu Rezos Zerstörer-Video versucht (wobei sie, laut
taz
, unseriöse Lücken lässt), es gab auch eine
Polemik
von Jasper von Altenbockum, die allerlei schmissige Bissigkeiten und den Aufruf enthielt, Rezos Video an Schulen als Anschauungsmaterial für moderne Propaganda zu zeigen. Die faz belegt damit, was die
Zeit
beklagt: das Rezo-Video zeige vor allem, dass die Debattenkultur in Deutschland vor die Hunde gehe, da man nur noch der eigenen Meinung applaudiert und vor der anderen ausspuckt (eine schöne Ausnahme ist
Ruprecht Polenz facebook-Antwort
). Die taz-Redakteurin aus oben verlinktem Artikel wiederum wird von den Leser-Kommentaren gemeuchelt, weil sie sich recht herablassend über die journalistische Qualität des Videos äußert und dabei auch, vielleicht unabsichtlich, die Legitimität der Inhalte deskreditiert.
Der Rezo-Faktor II: Was zur Hölle will AKK?
Die
Tagesschau
-Redaktion vermutet, dass AKK für Netzinhalte die gleichen Regeln einführen will, die bereits für den Rundfunk gelten (der, anders als Zeitungen, für keine Partei "Partei" ergreifen darf). Das würde es dann aber auch der CDU sehr schwer machen, ihren geplanten newsroom aufzubauen oder den CDU-TV Kanal zu bespielen. Mei.
Ganz faule Tasuchgeschäfte:
Sowohl die EU-Kommission als auch der Europarat wollen noch in diesem Jahr die Herausgabe sogenannter elektronischer Beweismittel neu regeln: in Form einer neuen "E-Evidence" Verordnung (Kommission) beziehungsweise als Zusatz zur Budapest-Konvention (Rat). Insbesondere erstere hat es in sich: sie beinhaltet Pläne für ein Abkommen mit der US-Regierung, das Internetanbieter mit Sitz in der EU zu mehr Kooperation mit derselben zwingen würde. "Die Firmen müssten Polizeien und Geheimdiensten aus den USA Zugang zur Kommunikation ihrer NutzerInnen gewähren. Auch europäische Strafverfolger könnten dann direkt bei Facebook, Apple und anderen Internetriesen eine Anordnung zur Herausgabe stellen. Der bislang übliche Rechtsweg über die Justizbehörden soll entfallen."
netzpolitik
Wie klingt Schadsoftware?
Der italienische Hacker Nex hat es sich zur Aufgabe gemacht, Spionagesoftware zu sammeln und zu dokumentieren sowie ihre Hersteller und ihre Auswirkungen sichtbar zu machen. Da das Medieninteresse daran post-Snowden deutlich nachliess, fing er an den Code zu visualisieren und (no kiddin) auch zu vertonen. Alec Empire (Atari Teenage Riot) wurde auf ihn aufmerksam, und nun arbeiten die beiden zusammen, ggf. gibt es auch bald eine Live-Show. Ich fände es ja schön, wenn Empire auch das Medienrauschen rund um Rezogate vertonen würde.
heise
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Uploadfilter, Fridays For Future und die Europawahl: Nirgends wird so viel und so heftig über politische Themen diskutiert wie im Internet. Doch nicht alle spielen dabei fair – Hate Speech, Falschmeldungen und Marketing-Tricks sind an der Tagesordnung. Wir wollen das Netz ziviler und konstruktiver machen - mit Vorschlägen, die alle in die Pflicht nehmen. Welche wichtige Rolle dabei die Zivilgesellschaft spielt und wieso es Zeit wird, politische Werbung nicht länger von Großkonzernen überwachen zu lassen, lest ihr in unserem
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: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht.
Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet
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