|
Um die neu eingeführte Tradition des reißerischen Betreffs fortzuführen, kommt diese Woche ein reißerisch-thematischer Ticker im Osterstil. Aber ohne Hase, mit Tradition. Vielleicht verrate ich euch im Laufe der Woche auch noch, warum zur Hölle eigentlich am wichtigsten christlichen Feiertag der Hase die Eier bringt. Jetzt starten wir aber erstmal in die "Karwoche", die letzte Woche der Fastenzeit. Enthaltsamkeit steht auf dem Programm. Fällt ja gerade nicht allzu schwer.
Ein bisschen vernebelt
Bei manchen Menschen würde man sich über etwas mehr digitale Enthaltsamkeit freuen, besonders, wenn sie Informationen teilen, die sich ganz klar in die Kategotrie Fake-News einordnen lassen. Einer davon ist der Venezuelanische Präsident Nicolás Maduro. Der war nämlich der Meinung seinen Followers erzählen zu müssen, das eine Kräuterlösung aus Thymian gegen Covid-19 hilft. Zumindest sorgte Facebook für Maduro's digitale Enthaltsamkeit, löschte das Video und sperrte sein Profil für 30 Tage. Gut so.
bbc.com
Ein bisschen mehr Legalisierung
Um nicht weniger, sondern mehr Daten geht es bei er Novelle des BND-Gesetzes welches letzte Ende letzte Woche vom
Bundestag
beschlossen wurde. Während
tagesschau.de
schreibt, das Gesetz führe zu einer "stärkeren Kontrolle des Bundesnachrichtendienstes" , sieht
heise.de
darin eher eine Legalisierung der Massenüberwachung.
Ein bisschen NFT und Web3
Digitalen Inhalten mit einer kryptografischen Signatur eine gewisse Einzigartigkeit zu verleihen, gibt gerade der Krypto-Kunstszene immensen Aufschwung. Und nicht nur das. NFTs sind in der breiten Anwendung noch Zukunftsmusik.
Also Kunst als digitale Avantgarde?
Das Selbstportrait eines Roboters mit NFT-Signatur wurde zumindest gerade für knapp 700.000 Doller versteigert (
heise.de
). Wohin das führt ist bislang offen. Die Kryptowährung Ether, mit der die Kunst gehandelt wird, ist zumindest aktuell "alles andere als stabil".
tagesspiegel.de
Ein bisschen mehr Integrität
Gestern vor 10 Jahren wurde VroniPlag Wiki gegründet um vor allem Dissertationen auf Plagiate zu prüfen. 78 Personen hat die Plagiatsprüfung bislang die Doktorarbeit (oder Habilitation) gekostet, darunter zahlreichen Politiker:nnen, wie Silvana Koch-Mahrin (FDP) im Juni 2011. Das Projekt ging aus dem GuttenPlag-Wiki hervor und hat an Hochschulen zumindest für ein bisschen Sensibilisierung für das Thema Plagiate gesorgt. Also…man hat Plagiatserkennungssoftware gekauft. Aber es brauchte trotzdem eine globale Pandemie um Seminar-, und Abschlussarbeiten flächendeckend digital einreichen zu können. Und für eine flächendeckende "Kultur von akademischer Integrität" hat sich kaum jemand eingesetzt.
netzpolitik.org
|