Der D64-Ticker liefert den digitalpolitischen Überblick. Täglich. Im Browser ansehen.
Der Ticker kommt heute von @fraeuleinlob

Debüt-Dienstag

Heute erwartet alle Leser*innen eine Premiere, denn ich darf zum ersten Mal den D64-Ticker schreiben - welch eine Ehre! Mit dieser Autorin ist nun auch ein echter Zillennial (eine Person, die zwischen den Millennials und der Generation Z geboren ist) Teil des Ticker-Teams.

Dementsprechend geht es jetzt erstmal um TikTok. Ob es nun passt oder nicht: Wer junge Menschen verstehen und erreichen will, kommt an der Plattform gerade einfach nicht vorbei. Das wissen inzwischen nicht nur Unternehmen, sondern auch immer mehr Politiker*innen. Ein wachsamer Blick ist aber wichtig: In den USA hat TikTok nun seine Datenschutzrichtlinie angepasst, was die Sammlung biometrischer Daten von Nutzer*innen ermöglicht. In Europa wird (vorerst) nichts geändert. Für alle, die die Plattform noch ein bisschen besser verstehen wollen, hat Zeit-Redakteurin Vicky Isabelle Bargel einen Selbstversuch gestartet: Wie geht man viral auf TikTok? Golem (Biometrische Daten) Zeit Online (Selbstversuch)

Google muss (wieder einmal) zahlen . 220 Millionen Euro – so hoch ist die Strafe, welche die französische Wettbewerbsbehörde gegen Google verhängt. Der Grund dafür ist, dass das Unternehmen seine Marktposition im Bereich der Online Werbung ausgenutzt haben soll. Beschwert hatten sich Verlage und Medienunternehmen, die beklagten, dass Google den eigenen Technologien unter der Marke Google Ad Manager Vorrang gewährt. Spiegel

Facebook will (wieder einmal) nicht zahlen. Gestern ist in großen Teilen die sagenumwobene Urheberrechtsreform in Kraft getreten. Damit dürfen beispielsweise Plattformen wie Facebook ohne Zustimmung der Rechteinhaber nur noch "einzelne Wörter" oder "sehr kurze" Presseveröffentlichungen ohne die entsprechenden Lizenzen nutzen. Die müsste man dafür kaufen. Das will Facebook nicht. Dies bedeutet dann zum Beispiel, dass es vielleicht bald nur noch Überschriften von Nachrichtenartikeln zu lesen gibt. Dem Kampf gegen Desinformation und für differenzierte Berichterstattung ist dies natürlich eher nicht zuträglich. Jetzt müssen die Verlage entscheiden, ob sie Facebook die Lizenzen gratis zur Verfügung stellen. Golem

Kampagne für Lobbyregister. Das Lobbyregister der Bundesregierung reicht laut FragDenStaat und abgeordnetenwatch.de nicht aus – aus diesem Grund starten die Organisationen eine Kampagne, welche echte Transparenz garantieren soll. Dafür wurden 800 Anfragen vorbereitet, die alle die mitmachen möchten über die Kampagnenplattform an die entsprechenden Ministerien schicken können. Aus den Antworten soll dann ein transparenteres Lobbyregister entstehen. Netzpolitik
Obwohl die deutschen Parteien seit 2016 immer wieder ihre Sorgen um die Integrität der Wahlen in Deutschland äußern, wurde in den vergangenen Jahren zu wenig an den bestehenden Vorgaben für Parteiwerbung im Digitalen geändert. Da es eine solche Regelung auch nicht mehr bis zur Bundestagswahl 2021 geben wird, ruft D64 die Parteien dazu auf, sich einen gemeinsamen Code of Conduct für das digitale Campaigning als Übergangslösung anzuschließen. Lest hier, was eine solche Selbstverpflichtung beinhalten sollte: Link https://d-64.org/code-of-conduct/
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Hinweis : Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet .
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